Speicherkraftwerk an der Nordseeküste
Wie man Windkraft speichert

Die Nutzung von Wind- und Sonnenkraft zur Erzeugung von Strom ist problematisch, denn beide Energieformen sind stark wetterabhängig. Vor allem beim Wind besteht die Herausforderung darin, dass er zeitweise so stark bläst, dass die erzeugten Strommengen kaum in Netz eingespeist werden können. Für dieses Problem hat der Energieversorger EnBW eine Lösung gefunden.

DÜSSELDORF. Für eines der dringendsten Probleme bei der Nutzung von Windkraft hat der Energiekonzern EnBW eine Lösung entwickelt. Windenergie, die in stürmischen Zeiten bislang nicht in das Stromnetz eingespeist werden kann, soll in einem Druckluftspeicherkraftwerk zwischengespeichert werden. Der Energiekonzern hat dazu die bereits heute genutzte Speichertechnik weiterentwickelt und stellt seine Pläne auf der Hannover Messe vor. Ein weltweit erstes Speicherkraftwerk der neuen Art soll 2011/2012 in Norddeutschland in Betrieb gehen. Das Unternehmen ist auf der Suche nach einem geeigneten Standort und wird dabei vom Land Niedersachsen unterstützt.

Regenerative Energien liegen im Trend. Deutschland will die Nutzung von Wind- und Sonnenkraft zur Erzeugung von Strom kräftig ausbauen. Bis 2020 sollen sie 20 Prozent des Strombedarfs decken. Beide Energieformen haben allerdings ein Problem: Sie sind stark wetterabhängig. Vor allem beim Wind besteht die Herausforderung darin, dass er zeitweise so stark bläst, dass die erzeugten Strommengen kaum in Netz eingespeist werden können. An windstillen Tagen hingegen müssen Reservekraftwerke zugeschaltet werden, mit denen der fehlende Strom ersetzt werden kann.

Weltweit beschäftigen sich daher Firmen und Institute damit, wie diese Schwankungen ausgeglichen werden können. Untersucht werden verschiedene Speichertechniken mit denen fehlende Windenergie ergänzt und die kurzzeitigen, aber sehr hohen Produktionsspitzen zwischengelagert werden könnten, was die Netzverträglichkeit der Windenergie erhöhen würde.

Ein Druckluftspeicherkraftwerk ist prinzipiell ein Gasturbinenkraftwerk, das bei starkem Wind die Energie, die nicht ins Netz eingespeist werden kann, mit Hilfe von Druckluft in einer unterirdischen Kaverne zwischenspeichert. Bei einer Flaute wird diese Energie zurückgewonnen.

Im Grunde ist die Technik nicht neu. Sie wird bereits heute genutzt. Ein erstes Speicherkraftwerk wurde Ende der siebziger Jahre in Huntorf bei Oldenburg gebaut und in Betrieb genommen. Es wird von Eon betrieben. Es hat die Aufgabe, Grundlaststrom des nahe gelegenen Kernkraftwerks Unterweser in Schwachlastzeiten aufzunehmen und in Spitzenlastzeiten ins elektrische Netz einzuspeisen. Außerdem sichert das Speicherkraftwerk die Stromversorgung im Fall eines Netzzusammenbruchs des Kernkraftwerks ab.

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