Start vom Weltraumbahnhof Kourou
Europa bringt neue Galileo-Satelliten ins All

Europa bastelt weiter an einem eigenen Navigationssystem: Eine Sojus-Rakete hat zwei weitere Satelliten des Galileo-Projekts ins All gebracht. Galileo soll künftig dem US-Navigationssystem GPS Konkurrenz machen.

BerlinEine russische Sojus-Rakete hat am Dienstag zwei Galileo-Satelliten der Europäischen Weltraumagentur (Esa) ins All gebracht. Sie sollen den Aufbau eines europäischen Navigationssystems weiter voranbringen.

Der Start erfolgte vom Weltraumbahnhof Kourou im französischen Übersee-Département Französisch-Guyana. Die Rakete hob planmäßig um 05.48 Uhr Ortszeit (10.48 Uhr MESZ) ab, wie in einer Videoübertragung des Weltraumunternehmens Arianespace zu sehen war.

Die vom deutschen Hersteller OHB gebauten Satelliten sind Nummer 13 und 14 für das Galileo-Programm. Sie sollten nach knapp vier Stunden Flug auf eine Umlaufbahn in 23.522 Kilometern Höhe gebracht und dort ausgesetzt werden.

Galileo soll künftig dem US-Navigationssystem GPS Konkurrenz machen. Da es erst nach dem GPS-System entwickelt wurde, verfügt es über modernere Technik und kann daher präzisere Signale senden als der etablierte US-Konkurrent.

Ende 2016 sollen nach dem Willen der Europäischen Kommission, die das gut sieben Milliarden teure Programm finanziert, insgesamt 16 Satelliten des Navigationssystems die Erde umrunden. Bei drei Satelliten sind allerdings noch Nachbesserungen nötig, wie der Leiter der Galileo-Programms bei der Esa, Paul Verhoef, der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Zwei der Satelliten befinden sich demnach auf einer falschen Umlaufbahn. Bei einem dritten Satelliten gebe es eine Panne an der Antenne, sagte Verhoef. Auf einer Frequenz könne der Satellit aber noch Daten übermitteln.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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