Stiftung Warentest
Espresso aus der Kapsel kann mithalten

Das stilvolle Zubereiten eines kleinen schwarzen Kaffees ist für viele Kunden zum Kult geworden. Für einen prestigeträchtigen Vollautomaten blättern manche Konsumenten klaglos vierstellige Beträge hin. Dabei gibt es echte Alternativen zum protzigen Automaten, fanden Tester der Stiftung Warentest jetzt heraus.

DÜSSELDORF. Die meisten Menschen lieben es bequem: Vor allem morgens, die Türklinke schon in der Hand, braucht man noch einen richtig guten Kaffee. Dann schlägt die Stunde der Vollautomaten, die auf Knopfdruck fix das belebende Getränk brühen – auf Wunsch sogar Espresso. Wer etwas auf sich hält, hat seine Filtermaschine längst entsorgt.

Die Hersteller wissen: Das stilvolle Zubereiten des kleinen Schwarzen ist für viele Kunden zum Kult geworden. Für einen prestigeträchtigen Vollautomaten blättern manche Konsumenten klaglos vierstellige Beträge hin. Weil der Reinigungsaufwand bei den Vollautomaten recht hoch ist, steht nicht selten nach kurzer Zeit ein kleines Kapselgerät noch daneben. Tester der Stiftung Warentest kamen im Vergleich von Espressomaschinen jetzt zu einem überraschenden Ergebnis: Die in der Anschaffung deutlich günstigeren Kapselgeräte können durchaus mithalten mit den Vollautomaten. Als Testsieger schlug die Kapselmaschine von De’Longhi sämtliche Automaten. Ein Grund: Die „Le Cube EN 185 M“ lieferte die beste Crema.

Blubberten vor Jahren überall schnöde Kaffeemaschinen, steht heute in jedem zwölften Haushalt ein Espresso-Vollautomat. Die waren Anfang der neunziger Jahre noch die Exoten der Elektromärkte – mit einem mageren Umsatzanteil am Kaffeemaschinenmarkt von 16 Prozent. Heute haben die Espresso-Zubereiter die Filterkaffeemaschine wertmäßig klar abgehängt. Inzwischen liegt ihr Marktanteil bei 55 Prozent. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 670 000 Geräte im Gesamtwert von 266 Mill. Euro verkauft.

Im Gegensatz zur Filtermaschine presst der Kaffeevollautomat das Pulver fest zusammen. Mit einem Druck von etwa 8 bar wird das heiße Wasser durch das Kaffeepulver gedrückt. Die kurze Einwirkzeit und der Druck bewirken den Aufschluss erwünschter Aromastoffe und verhindern zugleich das Austreten von Bitterstoffen. Deshalb sind die mit den Espressomaschinen erzeugten Kaffees bekömmlicher als Filterbrühkaffee.

In den meisten Espressoautomaten ist eine Kaffeemühle integriert, so dass jede Portion frisch gemahlen und gebrüht wird. Die neueren Maschine schäumen sogar für Cappuccino und Late Macchiato die Milch automatisch auf. Dazu wird Milch aus einem Behälter angesaugt, durch Dampf mit Luft aufgeschäumt, erhitzt und direkt in die Tasse geleitet. Das freut den Cappuccinofan – weniger Spaß macht allerdings hinterher die Reinigung.

Seite 1:

Espresso aus der Kapsel kann mithalten

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%