Studie untersucht Einsatz von Geothermie
Straßenheizung soll Verkehr sicher machen

Weniger Staus und weniger Unfälle auf winterglatter Fahrbahn – nach einer Studie der Deutschen Montan Technologie GmbH (DMT) in Essen könnte dieses Ziel mit Hilfe von Erdwärme erreicht werden.

HB KÖLN. Dazu müssten kritische Stellen im Verkehrsnetz durch eine Bodenheizung von Schnee und Eis freigehalten werden. Welche geothermischen Anlagen in Frage kommen, hänge von den so genannten geogenen Bedingungen am jeweiligen Standort ab, heißt es in der vom Land Nordrhein-Westfalen in Auftrag gegebenen Studie.

„Für Verkehrsflächenheizungen eignen sich beispielsweise geschlossene Erdwärmesonden, die in der Regel 50 bis 250 Meter tief in den Untergrund reichen und das Gestein direkt als Wärmequelle nutzen“, sagt der DMT-Projektleiter Michael Würtele. Es gebe aber auch offene Brunnenanlagen, die Grundwasser als Quelle erschließen. Die Grundwassertemperatur könne bereits ab einer Tiefe von 20 Metern auch im Winter 7 bis 12 Grad Celsius betragen, sagt Würtele. In diesen Fällen wird die aus dem Erdreich transportierte Wärme einer Wärmepumpe zugeführt, in der durch Kompression jenes Temperaturniveau erreicht wird, welches für das jeweilige Heizungssystem notwendig ist.

Das Verfahren eigne sich übrigens nicht nur zur Beheizung von Fahrbahnen im Winter, so Würtele, sondern ermögliche auch, dass in den Sommermonaten Sonnenenergie über die Verkehrsfläche absorbiert und im Untergrund gespeichert werde. Diese Energie stehe dann im Winter zusätzlich zur Verfügung. Die so erzielte Belagskühlung habe einen positiven Nebeneffekt: „Bei sommerlicher Hitze erweicht der Asphalt nicht mehr so stark. Damit gibt es weniger ausgeprägte Spurrillen und wir schonen auf diese Weise besonders den Straßenbelag auf Autobahnen“, sagt Michael Würtele.

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