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Studie: Wasserknappheit wegen Gletscherschmelze

Das schnelle Abschmelzen der Gletscher im Himalaya wird nach einer Studie zu Überflutungen und anschließend zu Wasserknappheit für hunderte Millionen Menschen in Asien führen.

dpa NEU DELHI/GLAND. Das schnelle Abschmelzen der Gletscher im Himalaya wird nach einer Studie zu Überflutungen und anschließend zu Wasserknappheit für hunderte Millionen Menschen in Asien führen.

Wegen des Klimawandels würden die Gletscher im Himalaya so schnell wie nirgendwo sonst schmelzen, heißt es in einer am Montag im schweizerischen Gland vorgelegten Untersuchung der Umweltstiftung WWF. Folgen der drohenden Wasserknappheit wären „massive Wirtschafts- und Umweltprobleme für Menschen in Westchina, in Nepal und in Nordindien“.

Die Eismassen ziehen sich laut der Studie im Durchschnitt um zehn bis 15 Meter pro Jahr zurück. „Das schnelle Schmelzen der Himalaya-Gletscher wird erst die Wassermenge in den Flüssen ansteigen lassen und zu ausgedehnten Überflutungen führen“, sagte WWF-Klimaexpertin Jennifer Morgan. „In ein paar Jahrzehnten aber wird sich die Situation ändern und der Wasserspiegel sinken.“ Das Schmelzwasser der Gletscher versorge sieben der größten asiatischen Flüsse mit Wasser, darunter Ganges, Mekong und Jangtsekiang. Der WWF rief eindringlich zu mehr Klimaschutz auf.

In London kommen in dieser Woche Minister jener 20 Staaten zu einem zweitägigen Treffen zusammen, die weltweit am meisten Energie verbrauchen, darunter auch Deutschland. Anschließend treffen sich Umwelt- und Entwicklungsminister der G8-Staaten in der britischen Hauptstadt. Morgan warnte: „(Die) Minister müssen jetzt erkennen, dass die Welt vor einer Wirtschafts- und Entwicklungskatastrophe steht, wenn die Geschwindigkeit der globalen Erwärmung nicht verlangsamt wird.“

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