Thailand
Forscher finden Schlammvulkane im Meer

Deutsche und thailändische Wissenschaftler haben vor der Westküste Thailands auf dem Meeresboden mehrere Schlammvulkane entdeckt.

dpa BANGKOK. Deutsche und thailändische Wissenschaftler haben vor der Westküste Thailands auf dem Meeresboden mehrere Schlammvulkane entdeckt. Die Formationen von 100 Metern Länge und 800 Metern Breite liegen rund 250 Kilometer von der Ferieninsel Phuket entfernt, sagte Projektleiter Anond Sanitwong von der thailändischen Chulalongkorn-Universität am Dienstag.

Deren Wissenschaftler arbeiten mit Forschern der Universität Kiel zusammen, um erstmals in dieser Region den Meeresboden zu erkunden. Die Schlammvulkane liegen einige hundert Kilometer östlich des Grabens zwischen den tektonischen Platten, wo das massive Beben vom 26. Dezember 2004 entstand. In Thailand kamen damals mehr als 5 000 Menschen ums Leben, darunter viele Touristen. Insgesamt starben im weiten Umkreis rund 230 000 Menschen.

In der Folge entstand auch das aktuelle Forschungsprojekt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hatte 165 000 Euro dafür bereitgestellt. „Wir müssen untersuchen, ob die Gefahr unterirdische Erdrutsche besteht, die kleinere Tsunamis auslösen können“, sagte Anond.

Schlammvulkane stoßen große Mengen Schlick aus, die sich flach in die Umgebung ergießen und große Gebiete bedecken. Die Forscher können nach eigenen Angeben noch nicht erkennen, ob die nun entdeckten Schlammvulkane auf Bewegungen im Untergrund zurückgehen.

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