Umwelt
Forscher: Klimawandel trifft Norddeutschland besonders

Der erwartete Klimawandel wird Norddeutschland nach Expertenansicht besonders stark treffen. Bis zum Ende des Jahrhunderts sei mit einem Anstieg der Temperatur um 1,5 bis 3,5 Grad Celsius im Jahresmittel zu rechnen.

dpa ROSTOCK. Der erwartete Klimawandel wird Norddeutschland nach Expertenansicht besonders stark treffen. Bis zum Ende des Jahrhunderts sei mit einem Anstieg der Temperatur um 1,5 bis 3,5 Grad Celsius im Jahresmittel zu rechnen.

Das sagte am Dienstag Professor Fritz Tack von der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock vor dem Klimaschutzkongress Mecklenburg- Vorpommern am Donnerstag und Freitag in Güstrow. Zu erwarten seien auch ein Rückgang des jährlichen Niederschlags und häufigere extreme Wetterlagen wie Hitzeperioden, Stürme oder Früh- und Spätfröste. Das gehe aus einer Analyse des wissenschaftlichen Beirats des Landesumweltministeriums hervor.

Die erwarteten Veränderungen hätten vor allem Auswirkungen auf Land- und Forstwirtschaft, die Ostsee und ihre Küste sowie die Wasserwirtschaft, sagte Tack. Die Folgen seien nicht durchweg negativ: Unter anderem könne die Biomasseproduktion insgesamt steigen, da verstärkt Pflanzen wie Mais angebaut werden können, die bei höheren Temperaturen und längeren Vegetationsperioden optimal gedeihen.

In der Tierhaltung wirkten sich die steigenden Temperaturen vor allem auf die Stallhaltung aus, erläuterte Tack. Besonders Rinder und Geflügel würden darunter leiden, da sie nur schlecht überschüssige Körperwärme abgeben können. Die dadurch erhöhte körperliche Belastung mindere den Ertrag und gefährde die Gesundheit. Um dies zu verhindern, müssten Ställe neu gestaltet werden.

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