Umwelt
Tag der Artenvielfalt: 1 000 Spezies an der Nordseeküste

Rund 80 Forscher haben am Tag der Artenvielfalt an der Nordseeküste rund 1 000 Tier- und Pflanzenarten entdeckt. Bei den Kartierungen zwischen Bremerhaven und Cuxhaven, an den Inseln Sylt und Helgoland seien dabei sensationelle Funde gemacht worden, sagte Projektleiter Tom Müller der dpa.

dpa BREMEN. Rund 80 Forscher haben am Tag der Artenvielfalt an der Nordseeküste rund 1 000 Tier- und Pflanzenarten entdeckt. Bei den Kartierungen zwischen Bremerhaven und Cuxhaven, an den Inseln Sylt und Helgoland seien dabei sensationelle Funde gemacht worden, sagte Projektleiter Tom Müller der dpa.

So seien zum Beispiel bedrohte, aber auch dort nie vermutete Tiere und Pflanzen entdeckt worden. Der Tag der Artenvielfalt ist eine gemeinsame Aktion der Zeitschrift „Geo“ und des Alfred-Wegener-Institutes für Polar- und Meeresforschung. Nach Angaben der Veranstalter hat es in diesem Jahr bereits 250 „Geo“-Tage der Artenvielfalt gegeben, an denen sich Tausende von Menschen beteiligt haben. Die Schirmherrschaft über das Projekt übernahm Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD).

Neben den bedrohten Arten des Essbaren Seeigels und der Seepferdchenart Große Schlangennadel seien zum Beispiel auf Helgoland vier Arten entdeckt worden, die man dort nicht vermutet habe. Ein Beispiel ist nach Angaben von Müller die Otternmuschel. Diese lebe normalerweise in Südnorwegen, bei den britischen Inseln und im Mittelmeer. In der kälteren Region der Deutschen Bucht habe es sie vor langer Zeit gegeben, als damals vermutlich eine Wärmeperiode geherrscht habe. Der jetzige Fund könne ein Indiz für die Klimaerwärmung sein. Experten der Biologischen Anstalt Helgoland fanden ferner eine hohe Anzahl von Streifenbarben, eine Fischart, die im mediterranen Raum zu Hause ist und die vermutlich ebenfalls auf Grund des Klimawandels ihren Weg in die Nordsee gefunden hat.

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