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UN ernennt Chefkoordinator gegen Vogelgrippe

Für den Kampf gegen die Vogelgrippe hat UN-Generalsekretär Kofi Annan einen Chefkoordinator der Vereinten Nationen ernannt. Aus Indonesien berichteten Medien unterdessen über eine Mutation des Vogelgrippevirus H5n1.

dpa GENF/JAKARTA. Für den Kampf gegen die Vogelgrippe hat UN-Generalsekretär Kofi Annan einen Chefkoordinator der Vereinten Nationen ernannt. Aus Indonesien berichteten Medien unterdessen über eine Mutation des Vogelgrippevirus H5n1.

Der Brite David Nabarro, führender Infektions-Experte der Weltgesundheitsorganisation (WHO), solle die verschiedenen UN-Organisationen bei Maßnahmen gegen das aggressive Virus H5n1 unterstützen, teilte die WHO in Genf mit. Nabarro hat sich bereits mit der Ausbreitung der Malaria, Umweltrisiken für die Gesundheit und Lebensmittelsicherheit befasst.

Hinweise auf eine von Experten gefürchtete leichtere Übertragbarkeit des Erregers von Mensch zu Mensch gibt es nach der Entdeckung der H5n1-Mutation nicht. Molekularbiologen der Airlangga-Universität in Surabaya hatten eine so genannte Punktmutation im Viruserbgut beobachtet. Dabei wurde nur ein einziger Genbaustein verändert. „Diese Mutation ist eine ganz normale Sache für das Virus, um zu überleben“, zitierte der Onlinedienst „Detik.com“ den Forscher Chairul Nidom.

Die beobachtete Veränderung habe noch nicht zu einem neuen Virustyp geführt, der einen neuen Namen rechtfertigen würde, betonte Nidom. „Wir müssen jedoch sehr vorsichtig und besonders wachsam sein.“ Gesundheitsexperten fürchten eine Mutation des Erregers zu einem von Mensch zu Mensch übertragbaren Virus. Bislang können sich Menschen in der Regel nur direkt bei infiziertem Geflügel anstecken.

An der Vogelgrippe starben seit ihrem Ausbruch Ende 2003 in Südostasien mehr als 60 Menschen. Am stärksten betroffen ist Vietnam, wo es mehr als 40 Tote gab. Indonesien wurde im Juli das vierte asiatische Land, in dem Menschen an dem Erreger starben. Daneben gab es auch in Thailand und Kambodscha Todesfälle.

Die Vereinigung südost-asiatischer Nationen (Asean) billigte am Freitag einen Regionalfonds im Kampf gegen die Vogelgrippe. Alle Mitgliedstaaten hätten sich verpflichtet, im Kampf gegen die Geflügelpest ihren Beitrag in den Fonds zu leisten, hieß es bei einer Konferenz auf den Philippinen. Bisher sind zwei Mill. Dollar (1,6 Mill. Euro) eingezahlt worden.

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