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Uni Frankfurt leitet Untersuchung gegen Schädelforscher ein

Die Universität Frankfurt will die Vorwürfe gegen den Schädelforscher Reiner Protsch von Zieten hausintern klären. Der Anthropologie-Professor soll das Alter von Schädelfunden gefälscht haben.

dpa FRANKFURT/MAIN. Die Universität Frankfurt will die Vorwürfe gegen den Schädelforscher Reiner Protsch von Zieten hausintern klären. Der Anthropologie-Professor soll das Alter von Schädelfunden gefälscht haben.

Eine „Kommission zum Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten“ untersuche den Fall, teilte die Hochschule am Mittwoch mit. Erst nach Abschluss des Verfahrens will sich die Universität zu Details des Falls äußern.

Der Leiter des Instituts für Anthropologie ist wegen anderer Vorwürfe bereits seit April nicht mehr im Dienst. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen Unterschlagung: Er soll versucht haben, Affenschädel aus dem Besitz der Universität verkauft zu haben. Die Hochschule hatte ein Disziplinarverfahren eingeleitet und ihm Hausverbot erteilt.

Am Montag waren darüber hinaus erhebliche Zweifel an der wissenschaftlichen Arbeit des Professors laut geworden: Protsch von Zieten soll in seinen Datierungen teilweise um mehrere zehntausend Jahre daneben gelegen haben. Universitäts-Kanzler Hans Georg Mockel betonte, dass die Hochschulleitung den ermittelnden Institutionen „schnell und rückhaltlos zuarbeite“ und auf Klärung dringen. „Das Präsidium der Universität nimmt diese Vorwürfe sehr ernst“.

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