Weltraumteleskop
„Hubble“: Achtstündiger Außeneinsatz beendet

Nach der erfolgreichen Installation einer neuen Kamera gehen die Wartungsarbeiten am Weltraumteleskop "Hubble" weiter.
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HB WASHINGTON. Beim zweiten Außeneinsatz wechselten die Astronauten des Space Shuttle "Atlantis" am Freitag sechs Gyroskope aus, das sind High-Tech Schwungkreisel, die für eine exakte Ausrichtung des Teleskops sorgen, so dass es seine Objekte genau ins Visier nehmen kann. Anschließend ersetzten die beiden "Weltraumspaziergänger" Mike Massimino und Mike Good mehrere Batterien. Der Außeneinsatz, der zunächst gut sechs Stunden dauern sollte, musste verlängert werden und dauerte fast acht Stunden, teilte die US-Weltraumbehörde NASA mit.

Beim dritten Außeneinsatz am Samstag steht die Einrichtung eines "Cosmic Origins Spectrograph" auf dem Programm. Dieser soll bislang unerreichte Blicke auf schwach glimmende kosmische Objekte im Bereich der ultravioletten (UV) Strahlung ermöglichen.

Dagegen hatte es beim ersten Außeneinsatz am Donnerstag ein technisches Problem gegeben, das beinahe die geplante Installation einer neuen Weitsicht-Spezialkamera (Wide Field Camera 3) in Frage gestellt hätte. Den beiden Astronauten gelang es zunächst nicht, einen Bolzen zu lösen, um die alte Kamera aus ihrem Gehäuse zu nehmen. Erst nach mehreren Ansätzen und unter dem Einsatz roher Kräfte schafften es die Spezialisten, den Bolzen zu lösen. Der Einbau der neuen Kamera zählt zu den wichtigsten Arbeiten der fünften und letzten Wartung des Teleskops. Mit der Kamera soll es gelingen, einen noch tieferen Blick in die Frühzeit des Universums zu werfen.

Die "Atlantis"-Mission ist die fünfte und letzte Reparatur und Wartung des Observatoriums "Hubble", das seit 1990 im All schwebt, bisher 6,9 Milliarden Dollar (5,1 Milliarden Euro) kostete und spektakuläre Bilder aus den Tiefen des Alls zur Erde sendete.

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