Weltraumteleskop
„Hubble“ beobachtet Sternen-Billard

Eine Art Schwerkraft-Billard sortiert die Sterne in Kugelhaufen nach ihrer Masse. Das belegt eine Sieben-Jahres-Studie des Kugelsternhaufens 47 Tucanae mit dem Weltraumteleskop „Hubble“.

dpa GARCHING. Massereiche Sonnen werden durch das Sternen-Billard gebremst und sinken ins Zentrum des Kugelhaufens, während leichte Sterne schneller werden und sich an der Peripherie sammeln, wie das europäische „Hubble“-Zentrum am Mittwoch in Garching bei München berichtete. Dieser lange vermutete Prozess der Massen-Trennung habe mit dem Weltraumteleskop erstmals in Aktion beobachtet werden können.

Kugelsternhaufen sind kugelförmige Ansammlungen einiger 100 000 Sterne. Im Kugelhaufen 47 Tucanae, einem der sternenreichsten am Südhimmel, bestimmten die Astronomen den Angaben zufolge die exakten Eigengeschwindigkeiten von fast 15 000 Sonnen. Darunter waren auch 23 ungewöhnlich heiße und helle Sterne, die als Kollisionsprodukt jeweils zweier anderer Sterne gelten. Die Untersuchung zeigte unter anderem, dass sich diese etwa doppelt so massereichen Sonnen deutlich langsamer bewegen als die leichteren Durchschnittssterne - wie für die Massen-Trennung erwartet.

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