Wissenschaft
Darwin genoss ein süßes Studentenleben

Charles Darwin, der Begründer der Evolutionstheorie, hat es sich während seines Studiums an der Universität von Cambridge offensichtlich gutgehen lassen. Er ließ sich von Dienstpersonal das Feuer schüren und die Schuhe putzen.

dpa LONDON. Charles Darwin, der Begründer der Evolutionstheorie, hat es sich während seines Studiums an der Universität von Cambridge offensichtlich gutgehen lassen. Er ließ sich von Dienstpersonal das Feuer schüren und die Schuhe putzen.

Außerdem zahlte er regelmäßig für eine Extra-Portion Gemüse, um die Mahlzeiten in der Hochschule anzureichern, gab aber wenig Geld für Bücher aus. Dokumentiert sind Darwins Ausgaben in sechs alten Rechnungsbüchern, die Historiker der Universität gefunden haben. Darwin hatte von 1 828 bis 1 831 an der traditionsreichen Elite- Universität studiert.

"Wie vorherzusehen war, gibt es nur wenige Einträge, die den Eindruck erwecken, er hätte viele Bücher oder andere Sachen für das Studium gekauft", sagte ein Universitätssprecher. "Bekanntermaßen hat Darwin wenig seiner Zeit in Cambridge dem Studium oder Vorlesungen gewidmet. Er ging lieber auf die Jagd, zum Reiten oder sammelte Käfer."

"Die Bücher füllen viele Lücken über unser Wissen von Darwins Zeit als Student", sagte der Sprecher. Die Rechnungsbücher zeigten, dass Darwin alle Verlockungen genossen habe, die man bei einem Gentleman des 19. Jahrhunderts vermuten würde." Dabei sei er eindeutig privilegiert gewesen. "Die Aufzeichnungen zeigen, dass er einen Bettenmacher, einen Schuhputzer und sogar jemanden bezahlte, der Kohlen für den Ofen brachte." Die Bücher enthalten auch Rechnungen Darwins für einen Friseur, einen Lebensmittelhändler, einen Schornsteinfeger, einen Apotheker, einen Kupferschmied, einen Hutmacher oder eine Waschfrau.

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