Wissenschaft
Drei Milliarden Euro für Vogelfutter

Tierfreunde in Europa und den USA streuen im Winter Vogelfutter im Wert von insgesamt knapp drei Mrd. Euro aus. Für die Vögel lohnt sich dieser Einsatz, wie die britische Royal Society berichtet: Gefütterte Tiere bekommen im Frühjahr mehr Nachwuchs.

dpa LONDON. Tierfreunde in Europa und den USA streuen im Winter Vogelfutter im Wert von insgesamt knapp drei Mrd. Euro aus. Für die Vögel lohnt sich dieser Einsatz, wie die britische Royal Society berichtet: Gefütterte Tiere bekommen im Frühjahr mehr Nachwuchs.

Das hat eine Gruppe um Gillian Robb von der Queen„s University in Belfast festgestellt. Nach dem Vorbild vieler ums Tierwohl besorgter Menschen versorgten die Forscher einige Wildvögel-Populationen in verschiedenen Regionen Nordirlands mit zusätzlichem Futter. Die Kontrollgruppen in ähnlich gestalteter ländlicher Umgebung erhielt keine zusätzlichen Futternetze ins Geäst gehängt. Die Netze - eines pro Hektar - wurden stets nachgefüllt. Im Durchschnitt wurden vom 1. November 2005 bis 8. März 2006 etwa 66 Kilogramm Körner an einer Futterstelle herausgepickt.

Vögel an den derart unterstützten Standorten legten ihre Eier im Frühjahr 2006 etwa 2,5 Tage früher als die unversorgten Tiere, schreiben Robb und ihre Kollegen in den „Biology Letters“ der Royal Society (online vorab veröffentlicht). Die gefütterten Eltern hatten zudem ein flügge werdendes Junges mehr im Nest. Der Gesundheitszustand der Küken aus beiden Gruppen unterschied sich indes nicht. Zufüttern erhöhe also die Produktivität der Eltern, schließen die Forscher.

Nach Angaben der Royal Society geben Tierfreunde in Europa und den USA jährlich 4,16 Mrd. Dollar (2,8 Mrd. Euro) für Meisenringe und ähnliches Wildvogelfutter aus. Damit ließen sich rund 500 000 Tonnen Futter finanzieren - das reiche als alleinige Nahrungsquelle für mehr als 30 Mill. Vögel von der Größe einer Meise, erklärt Robb.

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