Wissenschaft
Fadenwürmer könnten bei der Erforschung von Wal-Wanderungen helfen

Unscheinbare Fadenwürmer könnten bei der Erforschung der weltweiten Wal-Wanderungen helfen. Für jede Walart seien andere Würmer als Parasiten typisch, sagte der Düsseldorfer Parasitologe Sven Klimpel nach einer zehnwöchigen Forschungsreise in der Antarktis.

dpa DüSSELDORF. Unscheinbare Fadenwürmer könnten bei der Erforschung der weltweiten Wal-Wanderungen helfen. Für jede Walart seien andere Würmer als Parasiten typisch, sagte der Düsseldorfer Parasitologe Sven Klimpel nach einer zehnwöchigen Forschungsreise in der Antarktis.

Aus dem Vorkommen bestimmter Würmer in einer Region könne deshalb geschlossen werden, welche Wale das Gebiet durchwandert haben.

Der Forscher hatte die auch als Heringswürmer bekannten Parasiten der Gattung Anisakis analysiert. Diese Parasiten werden von den Walen bei ihrer Wanderung durch die Weltmeere auch in die Antarktis mitgebracht und ausgeschieden, sagte der Wissenschaftler der Heine- Universität am Freitag in Düsseldorf. Als Larven werden die Parasiten anschließend von Fischen, Tintenfischen und winzigen Krebsen aufgenommen.

Fange man einige dieser Tiere ein und analysiere, welche der etwa zehn Unterarten der Anisakis-Fadenwürmer in ihnen vorkommt, lasse sich daraus ableiten, welche Walart zuvor in dem Gebiet unterwegs war. Mittels dieser Tests könnten die herkömmlichen Walbeobachtungen etwa aus Helikoptern unterstützt werden, erklärte Klimpel.

Heringswürmer hatten vor einigen Jahren in Deutschland für Aufsehen gesorgt, nachdem sie in Heringsfilets gefunden wurden - Die Parasiten können auch Menschen infizieren und beispielsweise Hautreizungen hervorrufen.

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