Wissenschaft
Gen-Chip soll bei der Diagnose erblicher Augen-Leiden helfen

Ein Gen-Chip soll Ärzten bei der Diagnose von Augen-Leiden helfen.

dpa FRANKFURT/MAIN/REGENSBURG. Ein Gen-Chip soll Ärzten bei der Diagnose von Augen-Leiden helfen. Mitte Juli werde der weltweit erste Gen-Chip zur Verfügung stehen, mit dessen Hilfe erbliche Netzhauterkrankungen im Rahmen einer humangenetischen Untersuchung diagnostiziert werden könnten, berichtete die Pro-Retina-Stiftung zur Verhütung von Blindheit am Freitag in Frankfurt.

Der Chip soll in Berlin, Bonn-Siegburg, Tübingen und Regensburg getestet werden, wo dann auch die Blutproben der Patienten analysiert werden.

Entwickelt wurde der Retina-Diagnose-Chip vom Institut für Humangenetik der Universitätsklinik Regensburg unter Leitung von Professor Bernhard Weber. Der Chip enthält 72 verschiedene Gene, die parallel analysiert werden können. „Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir eine Veränderung und damit die Ursache der Erkrankung nachweisen können. Das ist natürlich ein riesiger Schritt nach vorn“, sagte Weber. Eine Therapie gebe es für erblich bedingte Netzhautleiden allerdings nicht - bei einer solchen Analyse gehe es meist um das Thema Kinderwunsch.

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