Wissenschaft
Neues Verfahren entfernt Tumor im Dickdarm schonend

Mit einem neuen Operationsverfahren bei Darmkrebs wollen Mediziner der Heidelberger Uniklinik die negativen Auswirkungen des Eingriffs auf den Patienten möglichst gering halten.

dpa HEIDELBERG. Mit einem neuen Operationsverfahren bei Darmkrebs wollen Mediziner der Heidelberger Uniklinik die negativen Auswirkungen des Eingriffs auf den Patienten möglichst gering halten.

Bundesweit zum ersten Mal sei ein neues Verfahren erfolgreich gewesen, das eine radikale und zugleich schonende Entfernung eines bösartigen Tumors im Dickdarm und der benachbarten Lymphknoten erlaube, teilte das Klinikum mit. „Damit ist es möglich, auf die Entfernung des Enddarms zu verzichten, allerdings nur in einem frühen Stadium der Erkrankung“, erläuterte Professor Carsten Gutt.

Bislang würden Lymphknoten, die von dem Tumor befallen sein könnten, gemeinsam mit dem Enddarm entfernt. Meist sei dann vorübergehend ein künstlicher Darmausgang notwendig. Außerdem drohe bei diesem Eingriff die Schädigung von Nerven, was zu einem Verlust der Potenz führen könne. Bei dem neuen Verfahren nun wird der Tumor über den After entfernt, der Enddarm bleibt erhalten. Falls notwendig, können später noch per Schlüssellochtechnik Lymphknoten im kleinen Becken entfernt werden.

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