Wissenschaft
Projekt gegen Kindesmissbrauch: Erste Erfolge

Bei einem weltweit einzigartigen Vorbeugungsprojekt gegen Kindesmissbrauch an der Berliner Charité zeichnen sich erste Erfolge ab.

dpa BERLIN. Bei einem weltweit einzigartigen Vorbeugungsprojekt gegen Kindesmissbrauch an der Berliner Charité zeichnen sich erste Erfolge ab.

375 Hilfesuchende aus Deutschland und Österreich hätten mit dem Institut für Sexualmedizin und Sexualwissenschaften Kontakt aufgenommen, um ihre pädophilen Neigungen in den Griff zu bekommen, berichtet der Mediziner David Goecker im Rahmen der 30. Jahrestagung für Sexualmedizin (24. bis 27. Mai).

Mit 170 der Teilnehmer wurden in Berlin ausführliche Interviews geführt. Seit Februar läuft die Therapie mit rund 40 Männern in vier Gruppen. Die Motivation der Betroffenen, an sich zu arbeiten, um Übergriffe auf Kinder zu vermeiden, sei sehr hoch, sagte Goecker. „Die Männer haben zumeist einen enormen Leidensdruck. Sie hassen sich selbst für ihre Veranlagung“, berichtete der Projektkoordinator und klinische Psychologe Christoph J. Ahlers. Die vollständige Abstinenz gegenüber Kindern sei oberstes Ziel.

Die Männer, sind im Durchschnitt 39 Jahre alt und zumeist allein stehend (64 Prozent). Viele von ihnen haben ein Abitur (37 Prozent). 34 Prozent von ihnen haben eigene Kinder. Die meisten waren schon in psychiatrischer Behandlung. Nach einjähriger Therapie kommt die derzeit wartende Kontrollgruppe an die Reihe. Nach zwei Jahren könne die Wirksamkeit der vorbeugenden Behandlung eingeschätzt werden.

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