Wissenschaft
Röntgensatelliten beobachten eine der größten Kollisionen im All

Zwei Röntgenteleskope in der Erdumlaufbahn haben einen der gewaltigsten Zusammenstöße im Kosmos beobachtet: Im Sternbild Luchs kollidieren zwei riesige Galaxienhaufen mit knapp zwölf Mill. Kilometern pro Stunde miteinander.

dpa MADRID. Zwei Röntgenteleskope in der Erdumlaufbahn haben einen der gewaltigsten Zusammenstöße im Kosmos beobachtet: Im Sternbild Luchs kollidieren zwei riesige Galaxienhaufen mit knapp zwölf Mill. Kilometern pro Stunde miteinander.

Die Astronomen um Renato Dupke von der Universität von Michigan in Ann Arbor (USA) stießen mit den Röntgensatelliten „XXM-Newton“ und „Chandra“ auf die gigantische Kollision, wie die europäische Weltraumagentur Esa am Mittwoch in Madrid mitteilte. Die Forscher beschreiben ihre Beobachtungen in einer der kommenden Ausgaben des Fachblatts „The Astrophysical Journal“.

Die Astronomen hatten mit den fliegenden Observatorien das Objekt Abell 576 ins Visier genommen. Dabei stellten sie fest, dass sich ein Teil des Galaxienhaufens schneller als der übrige Teil von uns entfernt. Die einzige Erklärung, die den Forschern plausibel erscheint: Die Teleskope blicken direkt von vorne auf zwei kollidierende Galaxienhaufen. Eine ähnliche Beobachtung hatten Astronomen bereits beim Bullet-Cluster gemacht. Dort ist von der Seite zu sehen, wie ein Galaxienhaufen (cluster) durch den anderen gerast ist wie eine Gewehrkugel (bullet) durch einen Apfel.

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