Wissenschaft
Studie: Wer sich gut ernährt, bekommt weniger Falten

Wer regelmäßig Obst und Gemüse isst, bekommt aktuellen Untersuchungen zufolge weniger Falten. Auch wenn „Normalesser“ ihren Speiseplan kurzfristig umstellen und etwa viele Tomaten und rote Paprika verzehren, lässt das die Haut jünger aussehen.

dpa HEIDELBERG. Wer regelmäßig Obst und Gemüse isst, bekommt aktuellen Untersuchungen zufolge weniger Falten. Auch wenn „Normalesser“ ihren Speiseplan kurzfristig umstellen und etwa viele Tomaten und rote Paprika verzehren, lässt das die Haut jünger aussehen.

Das berichtet die Fachzeitschrift „Der Hautarzt“ (Aprilausgabe) des Heidelberger Springer-Verlages. Krankheiten und starker Stress begünstigten dagegen die Entstehung von Falten.

Für vorzeitige Hautalterung - und als Spätfolge sogar für Hautkrebs - seien so genannte freie Radikale verantwortlich, teilte der Verlag mit. Im Organismus fangen schützende Antioxidantien diese schädlichen Sauerstoffmoleküle ab, bevor sie Zellen angreifen. Nicht alle „Radikalfänger“ kann der Körper jedoch selbst bilden, viele müssen mit der Nahrung aufgenommen werden - etwa die Vitamine A, C, D und E sowie bestimmte Karotinoide (Vitaminvorstufen). In pflanzlichen Nahrungsmitteln wie Karotten, Tomaten, Paprika und Grünkohl, aber auch in grünem Tee sind besonders viele Antioxidantien vorhanden.

Die im „Hautarzt“ zitierte Studie zeigt der Mitteilung zufolge, dass Menschen mit einem hohen Antioxidantien-Anteil in der Haut jünger aussehen als sie sind - weil sie weniger Falten haben. Das habe eine Untersuchungsreihe mit 450 Teilnehmern gezeigt. Die Ausmessung der Faltentiefe habe den Effekt in einer Nachfolgestudie mit 20 Probanden im Alter zwischen 40 und 50 Jahren wissenschaftlich belegt, schreibt eine Gruppe um Prof. Jürgen Lademann von der Berliner Charité im „Hautarzt“ (Bd. 57, S. 286). Bei Vegetariern ließen sich im Schnitt mehr Antioxidantien nachweisen als bei anderen Menschen.

Eine Überdosis an Antioxidantien könne jedoch die Bildung von Radikalen verstärken, warnt der „Hautarzt“. „Durch den Verzehr von Obst und Gemüse sind - im Gegensatz zu Nahrungsergänzungsmitteln - Überdosierungen aber nahezu unmöglich.“

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