Wissenschaft
Test: Gentechnisch veränderte Kartoffeln für Impfstoffe

Die Universität Rostock darf genetisch veränderte Kartoffeln, die Impfstoffe produzieren, in einem Freilandversuch testen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz hat die Freisetzungen in Groß Lüsewitz, östlich von Rostock am Mittwoch genehmigt.

dpa BONN. Die Universität Rostock darf genetisch veränderte Kartoffeln, die Impfstoffe produzieren, in einem Freilandversuch testen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz hat die Freisetzungen in Groß Lüsewitz, östlich von Rostock am Mittwoch genehmigt.

Es handle sich um drei Kartoffellinien mit verschiedenen gentechnischen Veränderungen, wie das Bundesamt mitteilte. Der mit Auflagen genehmigte Versuch berge keine Gefahren für Mensch oder Umwelt. Die erzeugten Kartoffeln seien nach ihrer Analyse zu vernichten.

Eine Kartoffellinie soll ein ungiftiges Eiweiß des Cholera-Giftes bilden. Es kommt den Angaben zufolge als Hilfsstoff bereits heute zur Immunisierung gegen Cholera und andere durch Bakterien hervorgerufene Durchfallerkrankungen zum Einsatz. Bei der zweiten Linie solle die veränderte Kartoffel den Bestandteil eines Impfstoffs erzeugen, der gegen eine Kaninchenseuche eingesetzt werden könnte. In der dritten vom Bundesamt zur Freisetzung genehmigten Linie sollen Knollen ausgebracht werden, die ein spezielles Eiweiß produzieren, das als Rohstoff in der Bauchemie und Waschmittelindustrie Verwendung finden könnte.

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