Wissenschaft
Weniger Frauen nutzen Hormone in Wechseljahren

In Deutschland entscheiden sich weniger Frauen als zuvor für eine Hormontherapie während oder nach den Wechseljahren, berichtet das Robert Koch-Institut (RKI). Griffen im Jahr 1998 noch 16,9 Prozent der befragten Frauen zu solchen Präparaten, waren es 2004 nur noch 10,1 Prozent, teilte das RKI mit.

dpa BERLIN. In Deutschland entscheiden sich weniger Frauen als zuvor für eine Hormontherapie während oder nach den Wechseljahren, berichtet das Robert Koch-Institut (RKI). Griffen im Jahr 1998 noch 16,9 Prozent der befragten Frauen zu solchen Präparaten, waren es 2004 nur noch 10,1 Prozent, teilte das RKI mit.

Grundlage dieser Aussage sind Daten aus zwei Untersuchungen (so genannte Gesundheitssurveys) der Bundesregierung. In den vergangenen Jahren war vermehrt über Gesundheitsrisiken nach Hormontherapien berichtet worden, zum Beispiel Brustkrebs.

In den Wechseljahren lässt die Produktion von Sexualhormonen nach. Die Veränderungen im Hormonhaushalt können Beschwerden wie Hitzewallungen oder Schlafstörungen verursachen. Zugleich erhöht sich das Risiko für Knochenschwund (Osteoporose).

In den Jahren 2002 und 2003 belegten zwei große Studien in den USA und Großbritannien deutliche Gesundheitsrisiken der Hormontherapie. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte empfahl daher im Jahr 2004, die konventionelle Hormontherapie nicht mehr zur Vorbeugung von Osteoporose einzusetzen. Insbesondere Frauen aus den höheren Bildungsschichten hätten in den vergangenen Jahren auf die Hormonpräparate verzichtet, teilte das RKI weiter mit.

Eine ergänzend unter anderem von der Berliner Charité vorgenommene Studie zeigte, dass türkischstämmige Migrantinnen deutlich schlechter über das Thema Wechseljahre und die Ergebnisse der Studien informiert waren. Sie berichteten über stärkere Beschwerden und nutzten auch die Hormontherapie häufiger.

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