Wissenschaft
Wissenschaftler entwickeln experimentelle Tarnkappe

US-Forscher haben eine experimentelle Tarnkappe entwickelt. In dem neuartigen Verbundmaterial begann ein Kupferzylinder unsichtbar zu werden, wie die Wissenschaftler um David Schurig von der Duke University im Fachjournal „Science“ (Online-Vorabveröffentlichung) berichten.

dpa WASHINGTON. US-Forscher haben eine experimentelle Tarnkappe entwickelt. In dem neuartigen Verbundmaterial begann ein Kupferzylinder unsichtbar zu werden, wie die Wissenschaftler um David Schurig von der Duke University im Fachjournal „Science“ (Online-Vorabveröffentlichung) berichten.

Die noch unvollkommene Tarnkappe reduzierte Reflexionen und den Schatten des Zylinders - allerdings nur im Bereich von Mikrowellen, nicht im sichtbaren Licht. Von Tarnvorrichtungen für Raumschiffe wie bei der Science-Fiction-Serie „Star Trek“ oder unsichtbar machenden Zaubermänteln à la Harry Potter ist das noch weit entfernt.

Die Wissenschaftler schufen ein Material mit besonderen optischen Eigenschaften, das elektromagnetische Wellen so um sich herum leitet, als wäre es gar nicht da. Die Mikrowellen umfließen den neuartigen Stoff „wie Wasser, das an einem glatten Stein entlangfließt“, erläuterte Schurig. Das Experiment illustriere das Prinzip, mit dem sich Gegenstände möglicherweise einmal in bestimmten Wellenlängenbereichen unsichtbar machen lassen könnten. Allerdings sei der Versuch nur ein erster, winziger Schritt in diese Richtung.

Um Gegenstände für die Augen verschwinden zu lassen, müsste das Material alle Wellenlängen des sichtbaren Lichts ablenken. Doch solche komplizierten Stoffe seien noch lange nicht entwickelt. „Noch ist völlig unklar, ob wir jemals Gegenstände unsichtbar machen können, so wie man sich das vorstellt, wenn man an Harry Potters Mantel oder die Tarnvorrichtung bei Star Trek denkt“, sagte Schurigs Kollege David Smith.

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