Zukunftsprojekt der Nasa
Kernreaktoren für Mond und Mars

Eine auf der Erde heftig befehdete Energiequelle könnte im Weltraum eine Zukunft haben: US-Ingenieure arbeiten an mobilen Kernreaktoren zur Energieversorgung auf Mond und Mars. Im September stehen die ersten Tests an.
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HeidelbergIn Deutschland ist die Atomkraft ein Auslaufmodell. Im Weltall hingegen könnte ihr noch eine große Zukunft bevorstehen. Davon träumen zumindest einige Nasa-Ingenieure. Von September an wollen sie in der Wüste Nevadas einen Minikernreaktor testen, der später an Bord einer Rakete ins All reisen könnte, berichtet die Website Space.com. Eines Tages soll die Technologie dann Basen auf Mond oder Mars mit Strom versorgen.

Seit knapp drei Jahren fördert die Technologieabteilung der US-Weltraumbehörde das Projekt mit der Bezeichnung Kilopower. Ziel ist die Entwicklung eines gut drei Meter langen und 1,5 Tonnen schweren Kernreaktors. In ihm würde ein Neutronenstrahl auf einen Zylinder aus einer Uran-Molybdän-Legierung treffen und darin enthaltene Uran-235-Atomkerne spalten. So ließe sich eine Leistung von ein bis zehn Kilowatt bereitstellen.

Das ist zwar nur ein Bruchteil eines modernen Atomkraftwerks, das auf etwa eine Million Kilowatt Leistung kommt. Aber mehrere der Minimeiler könnten die Stromversorgung einer Marsstation sicherstellen, welche Nasa-Missionsplaner mit etwa 40 Kilowatt veranschlagen. Laut einer Präsentation der Kilopower-Ingenieure sollen die Reaktoren mindestens zehn Jahre lang Energie liefern.

Die Nasa setzt bei der Erforschung des Weltalls schon länger auf Kernenergie. Allerdings verwendet sie bisher lediglich Radionuklidbatterien. Sie gelten als deutlich zuverlässiger als Solarzellen und bestehen zum Beispiel aus einem Klumpen Plutonium-238. In seinem Inneren zerfallen ständig Atomkerne, was Wärme erzeugt.

Auf diese Weise wird beispielsweise der Mars-Rover Curiosity mit einigen hundert Watt versorgt. Das entspricht etwa dem Energiebedarf eines handelsüblichen Staubsaugers.

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Kernreaktoren für Mond und Mars

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Tests in der Nähe von Las Vegas

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  • Jetzt noch ein Verlängerungskabel bis zur Erde, und es gibt bald keine GAUs mehr. Ausser auf dem Mond. Aber der ist ja schon jetzt quasi unbewohnbar.

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