„Activation lock“
iPhone wird für Diebe weniger interessant

Das weiße Kopfhörerkabel von Apples Smartphones galt jahrelang als heimtückisches Statussymbol: Denn Diebe wurden so auf iPhone-Nutzer aufmerksam. Mit Technik löst der Hersteller das Problem – zu Lasten der Konkurrenz.
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San FranciscoSeit Apple im Herbst vergangenen Jahres den Diebstahlschutz „Activation lock“ eingeführt hat, sind die Smartphones des Herstellers nicht mehr Räubers Liebling. Die Diebstähle sinken rapide. Jetzt ziehen Google und Microsoft nach und werden einen generellen Diebstahlschutz in ihre Software integrieren.

Seit gut einem Jahr sind New Yorks Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman und sein Kollege Bezirksstaatsanwalt George Gascón aus San Francisco hinter den Smartphoneherstellern her. Sie werfen ihnen vor, billigend in Kauf zu nehmen, dass ihre Geräte gerne gestohlen werden. Schließlich lässt sich dann schön an den erleichterten Besitzer ein Ersatzgerät verkaufen. Und zwar zum vollen, nicht-subventionierten Preis.

Wenn da nicht die unangenehmen Begleiterscheinungen wären. Die Überfälle werden immer gewalttätiger, es sind Tote zu beklagen. Das Geschäft der Gangster blüht, weil es so einfach ist, Geräte unter neuem Namen wieder in Betrieb zu nehmen. Das Smartphone ist in der Beschaffungskriminalität das, was vor 20 Jahren das Autoradio war. Außerdem ist es ein Statussymbol.

Schneidermann und Gascón drohten den Herstellern mit Ermittlungen in der Sache und Zwangsmaßnahmen. Am 18. September beugte sich Apple als erster dem Druck und führte die Diebstahlsicherung Activation lock ein. Voraussetzung ist Version 7 des Betriebssystems iOS und die Funktion „Find my iPhone“.

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Zwang zum Diebstahlschutz

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  • hm, na vllt. hab ich was verwechselt. ich hatte gestern mein neues ersatz ip mit meiner alten datensicherung bespielen wollen und hatte aber zwischenzeitlich meine alte id gelöscht, da konnte ich die ortung auch nicht abschalten. aber wenn ich das ding in den dfu modus setze spiele ich einfach eine blanke software rauf und kann das iP benutzen und richte es eben nur wieder ein...

  • Nö, ohne Apple ID geht gar nix mehr

  • @Black
    Die Statistik spricht dagegen.
    Der Aufwand ist sehr viel höjher und erfordert erheblich mehr wissen. Bisher ist es angeblich nur einem Team gelungen die Spresse zu knacken, das heisst an die ID zu kommen. Ansonsten müsste das OS komplett neu aufgespielt werden, was einen Hehler ebenfalls vor Probleme stellt. Vor allem wenn er das öfter betreibt.

    Ganz praktisch gesehen stellt die Ortungsfunktion den Dieb vor Probleme, weil er das Gerät erst einmal verbringen muss. Das reicht zur Ortung. Selbst wenn es ihm gelingt das Gerät bis zum Hack abzuschirmen, wird er beim einschalten nach der ID gefragt - auch bei kompletter Rücksetzung.

    Der Aufwand wird dann irgenwann uninteressant für Kleinkrimminelle. Da bleiben nur noch die Organisierten.

    Allerdings steigert es in bestimmten Gegenden die Brutalität des Vorgehens. Beispiel: In Venezuele wird Menschen die EC-Pin durch Entführung und Gewaltandrohung entwendet.

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