Bose QuietControl im Test
Der Spion, der aus den Ohren kam

Ausprobiert: Die kabellosen InEar-Kopfhörer QuietControl von Bose machen im Büro und auf Reisen eine gute Figur. Doch belauscht das Gadget seine Hörer? Eine Klage sorgte für Unruhe. Wir haben das Gerät für Sie abgehört.
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BonnDer Edelkopfhörer-Hersteller Bose hatte neulich ganz schön schlechte Presse. Der Grund: Die hauseigene Connect-App, die das Verbinden von und Wechseln zwischen mehreren Bluetooth-fähigen Geräten einfacher macht, soll Daten über abgespielte Musik, Podcasts und mehr an Dritte weitergegeben haben. Ein Spion im Ohr sozusagen. Doch der digitale Datensammler flog auf - und Bose sah sich mit einer Sammelklage konfrontiert.

Ihre Bose-Kopfhörer wie den QuietControl 30 (QC30) können Sie aber trotzdem ohne Sorge weiterverwenden, denn die Premiummarke, die sich stets von den Vorwürfen, ihre Nutzer zu kommerziellen Zwecken auszuspionieren, distanziert hat (hier die Online-Stellungnahme), reagierte inzwischen und verpasste der App ein Update. Dadurch ist es nun möglich, die Erfassung der Daten abzulehnen. Wer trotzdem noch ein komisches Gefühl hat, kann sein Gadget aber auch ohne die App genießen, denn sie ist für die Benutzung gar nicht zwingend erforderlich.

Womit wir schon beim Thema sind: die kabellosen InEar-Kopfhörer QuietControl 30 sind ein toller Begleiter im Alltag und dürften vor allem für diejenigen eine Alternative sein, die ständig Angst haben, ihre Apple-Airpods oder andere Bluetooth-Stöpsel zu verlieren. Denn: Bose hat beim QC30 den linken und rechten Ohrhörer über einen Nackenbügel miteinander verbunden, in dem auch der Lithium-Ionen-Akku und die Elektronik des High-Tech-Gerätes untergebracht sind. Ganze zehn Stunden Hörgenuss sind dadurch garantiert - und wenn dem Kopfhörer dann doch einmal der Saft ausgeht, lässt er sich rasch über einen Micro-USB-Anschluss wieder aufladen. Besonders praktisch: Eine Schnellladung von 15 Minuten verlängert die Wiedergabezeit um ungefähr eine Stunde.

Ob mit oder ohne Connect-App: Das Koppeln mit dem Smartphone oder einem iPad hat per Bluetooth stets reibungslos funktioniert und wenn die Geräte einmal miteinander verbunden waren, geschieht die weitere Kopplung ganz automatisch und vor allem auch sehr schnell. Sie müssen also nicht jedes Mal über das Bluetooth-Menü an Ihrem Smartphone den Kopfhörer auswählen und neu verbinden. Geliefert wird der QC30 mit einer smarten, runden Aufbewahrungsbox, die angenehm griffig und mit zwei weiteren Silikon-Ohreinsätzen in unterschiedlichen Größen bestückt ist. Hier gibt es einen wesentlichen Unterschied zu vielen anderen InEar-Kopfhörern, die richtig in den Gehörgang hinein geschoben werden - für viele Menschen ein No-Go.

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