Die neuen Spieler auf dem Mobilfunkmarkt können die Machtverhältnisse durcheinander wirbeln
E-Plus will durch Partnerschaften schneller wachsen

Die Mobilfunkgesellschaft E-Plus will durch Kooperationen mit Unternehmen aus anderen Branchen ihr Wachstum forcieren. Bis Ende nächsten Jahres plant das Unternehmen mehrere solcher Partnerschaften, signalisierte E-Plus-Chef Uwe Bergheim bei einer Veranstaltung in Düsseldorf. "Das wäre ein gutes Zusatzgeschäft, das dem schnelleren profitablen Wachstum dient", sagte er.

DÜSSELDORF. Nach Informationen aus der Branche hat E-Plus sehr gute Aussichten, schon bald ein Kooperationsabkommen mit Payback, Deutschlands größtem Kundenbindungsprogramm, abzuschließen. Zudem gebe es Gespräche mit Aldi und Ikea, die auch Mobilfunkdienste anbieten wollen, heißt es. Die Verhandlungen seien aber in einem frühen Stadium.

Die meisten neuen Spieler auf dem Mobilfunkmarkt werden nach Einschätzung von Experten als reine Wiederverkäufer auftreten und alle Produkte und Tarife mit dem Mobilfunkbetreiber abstimmen. Das macht bereits der Kaffeeröster Tchibo vor, der mit O2 kooperiert. Unternehmen wie der schwedische Telekomkonzern Tele2, der in Deutschland neben Festnetz- auch Mobilfunkdienste anbieten will und daher nach Angaben aus der Branche auch mit E-Plus verhandelt, werden dagegen wohl zu virtuellen Mobilfunkbetreibern: Sie kaufen bei einem Mobilfunker nur Übertragungskapazitäten und machen daraus eigene Angebote.

Von den vier Mobilfunknetzbetreibern in Deutschland werden voraussichtlich die beiden kleineren Anbieter, E-Plus und O2, von Partnerschaften profitieren. Denn vor allem E-Plus verfügt über ausreichend Platz in seinem Netz und kann daher Kapazitäten verkaufen - im Gegensatz zu den Marktführern T-Mobile und Vodafone.

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