Dubiose Web-Services
O2 und T-Mobile erstatten Geld zurück

Die Mobilfunkbetreiber T-Mobile und O2 erstatten ihren Kunden wegen strittiger Abrechnungen über Internet- Dienste Geld zurück. E-Plus sagte zu, Kunden bei der Rückforderung des Geldes zu unterstützen.

dpa BONN/MÜNCHEN. Die Zugänge zu den umstrittenen Seiten seien inzwischen gesperrt, hieß es am Mittwoch. Es geht dabei um Internet-Seiten, auf denen Mobilfunkkunden Abonnements über die Angabe ihrer Handy-Nummer wählen konnten. Die Kunden bekamen Rechnungen über Internetleistungen, aber zum Teil wenig oder überhaupt keinen Gegenwert.

Der Mobilfunkanbieter T-Mobile garantiert den Kunden mit strittigen Abrechnungen nach eigenen Angaben die Rückerstattung der Kosten. Dies gelte auch für Kunden, die sich noch nicht beschwert hätten, sagte eine Sprecherin in Bonn. Der Zugang für die Zahlung per Handy auf den entsprechenden Internetseiten sei gesperrt worden. Es seien einige wenige hundert allgemeine Rechnungsbeschwerden eingegangen. Nach einem Bericht des ARD-Wirtschaftsmagazins „Plusminus“ waren mehr als 20 000 Kunden betroffen.

O2 werde den betroffenen 8 000 Kunden Beträge zwischen wenigen Euro und maximal rund 200 Euro über die Mobilfunkrechnungen gut schreiben, sagte ein O2-Sprecher in München und bestätigte damit den Bericht von „Plusminus“. Das Volumen der Gutschriften belaufe sich auf einen sechsstelligen Betrag. Die Internetseiten hätten teils keine Transparenz über Preis und Leistung geboten.

O2 wickele solche Geschäft über zwischengeschaltete Vermittler ab, die Kontakt zu den Anbietern von Internetseiten unterhalten und zugleich die Daten für die Abrechnung zusammentragen. „Wir haben die Mittler, die sittenwidrige Services im Angebot hatten, abgestellt“, erklärte der Sprecher. Künftig sollten solche Vorfälle vermieden werden, indem der Kunde nochmals per SMS zu einer Bestätigung aufgefordert werde, ob er bestimmte Services wirklich in Anspruch nehmen wolle.

Auch bei E-Plus gab es nach den Angaben Fälle von strittigen Abrechnungen für Internet-Services. Man habe jedoch gleich nach Bekanntwerden der Fälle den Zwischenanbietern vertraglich pauschal untersagt, solche Dienste anzubieten, teilte Sprecher Jörg Müller auf Anfrage mit. Zuvor sei es zu einigen wenigen Fällen gekommen. Künftig könnten die E-Plus Handynummern nicht mehr für diese Dienste benutzt werden. Man unterstütze die Kunden, das Geld zurückzubekommen. Die Schadenssumme im Einzelfall habe zehn bis 200 Euro betragen. Zahlen über die Zahl der betroffenen Kunden nannte das Unternehmen nicht.

Das Wirtschaftsmagazin „Plusminus“ hatte als Beispiel auf das Internetangebot hausaufgaben.de verwiesen, das sich vor allem an Kinder und Jugendliche richte, die davon ausgegangen seien, über Abonnements Unterstützung bei den Hausaufgaben zu erhalten. Dafür seien ihnen täglich 9,98 Euro in Rechnung gestellt worden, hieß es. Gerade Kinder und Jugendliche müssten vor sittenwidrigen Angeboten geschützt werden, sagte der O2-Sprecher.

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