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Nachrichtenleinwand für den PC

Keine Lust mehr, durch ewig langweile Textwüsten und Menübäume zu klicken, um die Nachrichten-Videos der Woche zu durchforsten? Die 3D-Nachrichtenwand Cooliris schafft Abhilfe. Ein kleiner Schubser mit der Maus und die Welt gleitet wie von Geisterhand bewegt vorbei.

DÜSSELDORF. Cooliris wird als Plug-In in Firefox, Safari oder Microsoft Internet Explorer geladen. Die nur wenige Megabyte große Anwendung öffnet ein schwarzes Fenster mit einer seitlichen Menüleiste und einer schier endlos scheinenden Wand aus kleinen Infokacheln. Fasst man die Wand mit der Maus an und beschleunigt sie nach links oder rechts, gleiten die Vorschaubilder der einzelnen Infoschnipsel elegant vorbei. Ein weiterer Klick hält die Fahrt an und öffnet den Inhalt. Videos werden derzeit nur in Normalauflösung, nicht in HD-Qualität wiedergegeben, Fotos auch hochauflösend. Etwas schwer lesbar sind oft Nachrichtentexte. Dann hilft jedoch immer eine Verlinkung auf die Ursprungswebseite. Das ist ohnehin oft nötig, da selten der gesamte Inhalt auf Cooliris eingestellt ist.

Kanäle wie Nachrichten, Foto der Woche, Sport oder Gesundheit sind vorgeben und werden regelmäßig aktualisiert. Mit einer integrierten Suchmaske sind Quellen wie Google. Picasa oder Hulu nach eigenen Stichwörtern durchsuchbar. Die Ergebnisse erscheinen wieder als animierte Infowand mit 3D-Beschleunigung. Seit Version 1.1 zeigt Cooliris auch Bilder von der eigenen Festplatte an. Funktionen wie eine einfache Diashow sind vorhanden, registrierte Nutzer können sich ihre Nachrichten-Wand selber konfigurieren oder eigene Bilder des Tages direkt über Flickr auf die Webseite laden.

Mittlerweile ist selbst Shopping auf Amazon.de möglich. Die einzelnen Warengruppen präsentieren sich übersichtlich mit Foto und wichtigsten Basisdaten auf dem Bildschirm, der nächste Klick verzweigt in den Amazon-Shop.

Interessant für Blogger oder Webseitenbetreiber: Eine Cooliris-Newswand läßt sich praktisch auf allen gängigen Bog- oder Webspaces betreiben. Notwendig sind lediglich rudimentäre Programmierkenntnisse und Administratorrechte für den Webauftritt, um Javascript-Code einzufügen. Mit ein wenig Aufwand läßt sich dann sogar der eigene Seiteninhalt, z.B. die Fotosammlung oder der eigene RSS-Feed als Startanimation festlegen.

Seit kurzem ist Cooiris auch in einer iPhone-Version erhältlich. Neu ist hier ein integrierter Twitter-Zugang. Wer eine besonders coole News-Seite gefunden hat, postet sie einfach in seinem Tweet für die Gemeinschaft.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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