iSuppli-Analyse
Apple macht beim neuen iPad weniger Gewinn

Kaum auf dem Markt, ist das neue iPad schon auf Herz und Nieren geprüft worden. Wie üblich zerlegte die Marktforschungsfirma iSuppli das neue Tablet und analysierte die Einzelteile.
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New YorkMit dem in der vergangenen Woche auf den Markt gekommenen neuen iPad macht Apple nach Einschätzung der Marktforschungsfirma IHS iSuppli weniger Gewinn als mit dem Vorgängermodell. IHS iSuppli zerlegte das neue iPad direkt nach seinem Erscheinen in seine Einzelteile und fand dabei, dass diese vermutlich teurer sind als die des iPad 2. Verkauft wird das neue iPad aber zum gleichen Preis wie früher das iPad 2, nämlich ab 479 Euro (499 Dollar).

Apple hat bislang alle drei Generationen des iPads zu Preisen auf den Markt gebracht, die es der Konkurrenz schwer gemacht haben mitzuhalten. Der Gewinn bei jedem verkauften iPad liegt unter dem von jedem iPhone. Insgesamt bleibt Apple aber hoch profitabel: bei einem Umsatz von 81 Milliarden Dollar lag der Gewinn im vergangenen Jahr bei 33 Milliarden Dollar.

Laut iSuppli kostet ein neues iPad mit 32 Gigabyte Speicher und Mobilfunkmodem, das im Handel für 729 Dollar erhältlich ist, in der Herstellung 364,35 Dollar. Das sind neun Prozent mehr als vor einem Jahr beim iPad 2, das 335 Dollar kostete. Die entsprechende Version des ersten iPads kostete 2010 nach Schätzungen von iSuppli 276 Dollar.

Die Hauptgründe für den gestiegenen Preis beim neuen iPad sind der hochauflösende Bildschirm und der größere Akku, den das Gerät braucht. Das Display, das eine vier Mal so hohe Auflösung hat wie der Vorgänger, kostet Apple nach Schätzungen von iSuppli 87 Dollar plus 40 Dollar für die berührungsempfindliche Oberfläche. Die neue Batterie hat zwar 70 Prozent mehr Leistung, die wird aber auch vom Bildschirm verbraucht, wodurch die Akku-Laufzeit des neues iPads die gleiche ist wie beim iPad 2.

Größter Lieferant von iPad-Bauteilen ist offenbar Samsung Electronics. Es lieferte den Bildschirm, den iSuppli untersuchte, und auch alle Prozessoren im iPad. ISuppli vermutet, dass Samsung auch die Batterie und die Speicher-Bauteile für einige der neuen iPad-Modelle geliefert hat. Insgesamt stamme wohl die Hälfte der Bauteile von Samsung, erklärte iSuppli. Zu ihren Geschäftsbeziehungen äußern sich Apple und Samsung nicht. Nicht in den von iSuppli geschätzten Kosten enthalten sind Ausgaben für die Software, das Design oder den Transport.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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