Konzernchef setzt jetzt auf die dritte Mobilfunkgeneration
Preiskampf bei Handys drückt Gewinn von NTT Docomo

Der Preiswettbewerb auf dem japanischen Mobilfunkmarkt schlägt dem weltweit zweitgrößten Mobilfunkanbieter NTT Docomo aufs Geschäft.

bas TOKIO. Im laufenden Geschäftsjahr, 2004/2005 (31.3.) soll der operative Gewinn um ein Viertel auf 830 Mrd. Yen oder 6,4 Mrd. Euro fallen, teilte Vorstandschef Keiji Tachikawa am Freitag mit. Damit liegen die Prognosen unter den Markterwartungen. Um sich vom Konkurrenten KDDI keine weiteren Marktanteile abjagen zu lassen, will Docomo die Preise senken und den Wechsel vom weit verbreiteten i-mode-Dienst auf Handys der dritten Mobilfunkgeneration, der unter dem Namen Foma vermarktet wird, subventionieren.

Ab Juli soll zudem ein Tarif für Internetdienste auf Foma-Handys eingeführt werden, mit denen der Kunde für einen Festbetrag so lange mobil surfen kann wie er will. Ein ähnliches Flatrate-Angebot hatte KDDI viele neue Kunden beschert. Erstmals hatte die Nummer zwei des Marktes im vergangenen Geschäftsjahr mehr Kunden dazu gewonnen als Docomo und kommt mittlerweile für seinen CDMA-basierten Dienst auf 13,5 Millionen Kunden. Docomo bleibt mit gut 41 Millionen i-mode- und drei Millionen Foma-Kunden Marktführer.

Tachikawa kündigte an, ab dem Geschäftsjahr 2005/06 sollten Umsatz und Betriebsgewinn wieder steigen. Bis März 2005 soll sich die Kundenbasis für den Foma-Dienst auf mehr als zehn Millionen mehr als verdreifachen. Wegen schlechter Reichweiten und unattraktiven Endgeräten hatte es lange gedauert, bis Kunden vom i-mode-Dienst auf den teureren Foma-Dienst umstiegen.

Hohe Investitionen in das neue Foma-Netz und Abschreibungen auf Beteiligungen an Mobilfunkbetreibern im Ausland hatten Docomo kurzfristig in die Verlustzone gerissen. Mittlerweile ist der Anbieter jedoch wieder hoch profitabel. Der Betriebsgewinn stieg 2003/2004 um 4,4% auf gut 1,1 Bill. Yen bei gut 5 Bill. Yen Umsatz, einem Plus von 5%. Der Nettogewinn verdreifachte sich auf den Rekordwert von 650 Mrd. Yen, da Abschreibungen auf Auslandsbeteiligungen weitgehend wegfielen. Die Dividende für 2003/2004 soll auf 1500 Yen verdreifacht werden. Für das laufende Geschäftsjahr sind 2000 Yen anvisiert.

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