Leit-Artikel Jawbone Up
Fitness-Armband für die Generation Facebook

Es soll uns leichter, ausgeschlafener und am besten auch gesünder machen: Das Fitness-Armband Jawbone Up zählt Schritte und misst den Schlaf. Doch motiviert der teure Hightech-Schmuck auch auf Dauer? Ein Test.
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Düsseldorf„Lerne dich selbst besser kennen, lebe gesünder“: Mit diesem Slogan wirbt der Hersteller des Fitness-Armbands Jawbone Up. Das Schmuckstück aus hautfreundlichem Kunststoff zählt die Schritte, misst den Schlaf und teilt uns auf Wunsch mit, wann es mal wieder Zeit ist, das Hamsterrad für einen kurzen Spaziergang zu verlassen. Wer will, kann sogar ein Ernährungstagebuch führen – inklusive verzehrten Kalorien. Diese Rundumvermessung des Körpers folgt einem Trend, der unter dem Namen „Quantify Yourself“ immer mehr aus den USA nach Deutschland drängt.

Das Jawbone Up ist eigentlich der perfekte Schmuck für die Generation Facebook, für die Computer und Smartphones eine Selbstverständlichkeit sind. Aber hält es auch das Versprechen, mich zu einem gesünderen Leben zu motivieren? Zugegeben: Ich war im ersten Augenblick völlig fasziniert von dem minimalistischen Design des Up und bin wohl auch ein leichtes Opfer für die Marketing-Strategen der US-Firma Jawbone, die bislang eher für ihre Lautsprecher bekannt war. Nach gut zwei Monaten im Praxistest ist meine anfängliche Begeisterung aber etwas abgeflaut. Aber der Reihe nach.

Die Bedienung des Jawbone Up ist herrlich unkompliziert ist. Die Einrichtung geht schnell und einfach. Am Armband, das am besten rund um die Uhr am Handgelenk bleibt, gibt es nur einen kleinen Knopf, um vom Tag- in den Nachtmodus umzuschalten.

Die wichtigste Aufgabe des Armbandes besteht darin, die zurückgelegten Entfernungen zu messen. Das tut es nicht per GPS, sondern mit einem Bewegungssensor, wie man ihn auch in Handys findet. Die Messung funktioniert zuverlässig – aber leider nur dann, wenn man den Arm bewegt. Die Fitness-Bilanz für jemanden, der mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt oder zwei Stunden Yoga macht, sieht dann also leider gar nicht gut aus. Immerhin: Diese Sportarten lassen sich nachträglich manuell eingeben. Nachts misst das Gerät, ob ich leicht oder tief schlafe – oder mich unruhig im Bett wälze.

Weil das Fitness-Band, dass zweifelsohne auch zum Business-Outfit getragen werden kann, kein Display hat, wird es über eine App bedient, die es für Android und iOS gibt. Einmal kostenlos und unkompliziert registriert, zeigt sie beispielsweise, wie viel ich mich bewege und wie lange ich schlafe. Außerdem lassen sich individuelle Ziele festlegen. Also „Gehe 10.000 Schritte am Tag“ oder „Mindestens fünf Stunden Tiefschlaf bitte“.

Schön sind die Wellness-Tipps, die die App anhand meiner Bewegungsdaten und Ernährungsgewohnheiten liefert. Beispielsweise „Die Macht der 10: Versuche deine durchschnittlichen 12848 Schritte zu erhöhen und gehe zu Fuß in die Kantine. Studien zeigen, dass sogar 10 Minuten Spazieren das Herz stärken und den Blutdruck senken.“

Das Ernährungstagebuch ist allerdings nur etwas für sehr disziplinierte Selbstvermesser. Bei Fertigprodukten kann ich zwar schnell den Strichcode scannen, um die Kalorien zu zählen. Für Mahlzeiten und Getränke aus der Kantine oder der eigenen Küche muss ich aber alle Werte einzeln eingeben. Das war mir schnell zu lästig und ich habe diese Funktion nicht mehr genutzt.

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Fitness-Armband für die Generation Facebook

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Das Tamagotchi am Handgelenk

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  • ... ich habe mir das Gerät gekauft und getestet. Am Anfang war ich ebenso begeistert wie in dem Bericht hier steht. Ich bin leider ein Couch Potato ;-). Man muss sich zwingen die Vorgaben des Gerätes wirklich einzuhalten, hab ich nach ca. 6 Wochen aufgegeben, Geld natürlich umsonst ausgegeben. Ich Orientier mich nach wie vor eher an dem normalen Fit bleiben wie joggen mit dem Brustgurt etc. oder "Kalorienzählen". Weitergeholfen hat mir da eher die mit Tipps die Seite www.kalorien-ratgeber.de wehr Lust hat kann ja mal testen. Kann ich nur empfehlen. Majk

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