Mobilfunkdienstleister
Drillisch büßt Umsatz ein

Im der ersten Hälfte dieses Jahres hat der Mobilfunkdienstleister Drillisch den Preisdruck in der Branche zu spüren bekommen. Das Unternehmen hält aber trotz der Umsatz- und Gewinneinbußen an seinen Jahreszielen fest. Dabei setzt Drillisch vor allem auf die Discountmarke Simply.

HB FRANKFURT. Wie Drillisch am Dienstag im hessischen Maintal mitteilte, sank der Umsatz von Januar bis Juni im Vorjahresvergleich um 16,5 Prozent auf 135 Mill. Euro. Dies sei einerseits auf den Rückgang der Mobilfunkpreise im deutschen Markt im Durchschnitt um 12,6 Prozent zurückzuführen. Zum anderen konzentriert sich Drillisch im Prepaid-Markt auf Kunden, die auch längerfristig Gesprächsguthaben nachladen und nicht nur einen einmaligen Umsatz erbringen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging deshalb weniger stark als der Umsatz um sieben Prozent auf 13,1 Mill. Euro zurück, wodurch sich die Umsatzrendite um einen Prozentpunkt auf 9,7 Prozent verbesserte. Im zweiten Quartal erreichte Drillisch mit einer Umsatzrendite von 10,3 Prozent bereits die für 2007 angepeilte zweistellige Marge. Unter dem Strich verdiente Drillisch im ersten Halbjahr 7,2 (Vorjahr: 7,6) Mill. Euro.

Sowohl bei Umsatz als auch Gewinn konnte sich Drillisch im zweiten Quartal im Vergleich zum ersten Quartal verbessern. Für das Gesamtjahr peilt der Mobilfunkdienstleister weiterhin einen Ebitda-Anstieg auf rund 30 Mill. von 28,7 Mill. Euro an und ein Ergebnis je Aktie von 0,50 (0,45) Euro. Dazu soll auch die angestrebte Steigerung der Kundenzahl auf rund 1,8 Mill. von 1,7 Mill. im Vorjahr beitragen.

Ende Juni zählte Drillisch 1,647 Mill. Kunden, 10 000 mehr als ein Jahr vorher, aber weniger als Ende 2005. Während die Zahl der Vertragskunden um 28 Prozent auf 545 000 zugelegt habe, sei die Zahl der Teilnehmer mit vorausbezahlten Karten um neun Prozent auf 1,1 Mill. gesunken, erläuterte Drillisch.

Drillisch setzt auf die Discountmarke Simply, die seit Mai im Internet und in den Läden des Lebensmittelhändlers Penny zu haben ist und auch ein spezielles Angebot für Firmen anbietet. Simply werde von den Kunden gut angenommen und habe sich wie erwartet als Wachstumsmotor etabliert, teilte das Unternehmen mit. Das Discountgeschäft solle weiter ausgebaut werden, man strebe hier langfristig einen Marktanteil von 15 Prozent an.

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