Mobiltelefone
Palm Pre startet mit O2 in Deutschland

Die Telefónica-Tochter O2 und Palm gehen eine exklusive Partnerschaft ein. Die beiden Unternehmen vertreiben gemeinsam das Mobiltelefons Palm Pre in Spanien, Großbritannien, Irland und Deutschland. Vor allem für Palm ist das neue Gerät ein echter Hoffnungsträger.

MÜNCHEN. Das neue Smartphone wird zum Weihnachtsgeschäft in Europa erhältlich sein, so Lutz Schüler, Direktor Marketing und Sales O2. Der genaue Preis steht noch nicht fest. Er werde allerdings auf jeden Fall „unter dem des iPhone“ liegen und weder Sim-Lock noch einen Zwangsvertrag mit festgelegter Laufzeit haben. Die Kooperation soll eine "signifikante Laufzeit haben", heißt es. Das wird eine große Herausforderung", so Tony Cripps von der Londoner Telekomberatung Ovum. "Palm muß viel Glaubwürdigkeit zurückgewinnen."

Der Hoffnungsbringer der kalifornischen Hardware-Schmiede Palm soll die Position von O2 im mobilen Internet verstärken, heißt es auf einer Presseveranstaltung in München. Der durchschnittliche Umsatz pro Monat liege bei Web-affinen Mobilnutzern fast doppelt so hoch wie bei den übrigen Mobilfunkkunden. Das Pre hat nach Aussagen von Schüler in den USA bislang über 300 000 Stück seit Marktstart am 6. Juni verkaufen können. Palm selber will diese Zahlen auf Anfrage nicht kommentieren. Seit dem 9. Juni ist auch der Konkurrent, das iPhone 3G S, erhältlich.

Das Palm-Gerät wird in Deutschland per Ratenkauf angeboten werden und kann mit jedem beliebigen O2-Tarif kombiniert werden, heißt es. O2 bietet derzeit einen Flatrate-Datentarif für 25 Euro an und einen Volumentarif für 10 Euro. Ein erweiterter Volumentarif sei in Vorbereitung. Ovum-Analyst Cripps: "Das könnte ein Eigentor werden. Das Pre kämpft in drei europäischen Telefonica-Netzen - England, Irland und Spanien - direkt gegen das iPhone um die selben Kunden."

O2 hat nach eigenen Angaben derzeit einen Marktanteil von rund 25 Prozent im klassischen Smartphone-Markt, vor allem mit HTC-Geräten und Windows Mobile. Das neue Pre soll das Flaggschiff im Sortiment werden und helfen, den Marktanteil auf rund ein Drittel zu steigern, so Schüler. Nach früheren Angaben geht O2 davon aus, dass bis 2012 die Zahl der mobilen Datenkunden in Deutschland auf bis rund 30 Mill. steigen soll. Demnach peilt O2 rund zehn Millionen Kunden zu diesem Zeitpunkt an. Aktuell ist O2 aber im Hintertreffen, Im Gegensatz zum Mutterkonzern Telefónica sank 2008 der durchschnittliche Umsatz mit Datendiensten (Data-ARPU), der jetzt einschließlich SMS-Umsätzen bei 4,70 Euro monatlich liegt. Das ist ein Minus von 5,7 Prozent zum Vorjahr.

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