Nach Samsung beginnt auch Pantech mit dem Verkauf eigener Modelle
Koreaner drängen auf den europäischen Handy-Markt

Der südkoreanische Handy-Hersteller Pantech wird bereits im Herbst Nokia, Siemens und Samsung in Deutschland Konkurrenz machen. Bei Abschluss eines Neuvertrages soll das Handy rund 100 Euro kosten.

DÜSSELDORF. „Das erste Gerät wird Ende Oktober oder Anfang November in Deutschland zu kaufen sein“, kündigt Sung Joon Kim, Marketingchef bei Pantech, im Gespräch mit dem Handelsblatt an. Der Konzern, der in Südkorea hinter Samsung und vor LG die Nummer zwei am Markt ist, wird sein Telefon bei Abschluss eines Neuvertrages für rund 100 Euro anbieten, berichteten Vorstandskreise.

Für die europäischen Hersteller kommt die neue Konkurrenz zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Siemens musste erst vor gut einer Woche Qualitätsprobleme bei der neuen 65er-Serie eingestehen. Viele Mobilfunkgesellschaften nahmen das Gerät sogar vorübergehend aus dem Sortiment. Der ehemalige Platzhirsch Nokia wiederum hat massive Probleme, nachdem die Finnen zu spät auf den Trend hin zu den so genannten Klapp-Handys reagiert haben. „Die goldenen Zeiten für die etablierten europäischen Konzerne sind erst einmal vorbei“, sagt Thomas Hofmann, Branchenexperte bei der Landesbank Rheinland-Pfalz.

Bei ihrer Expansion verzichten die Koreaner, die vor allem das mittlere und hohe Preissegment bedienen wollen, zunächst auf eine breit angelegte Werbekampagne. Erst im kommenden Jahr will Pantech weitere Modelle in Deutschland einführen und sein Engagement deutlich ausbauen. „Den deutschen Markt sehen wir als eine echte Herausforderung“, sagt Kim.

Die meisten großen Mobilfunkgesellschaften wollten eventuelle Gespräche mit Pantech gestern nicht bestätigen. Eine Sprecherin von O2 sagte aber, dass die zuständigen Mitarbeiter die Geräte genau prüfen würden.

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