Neue iPhone-Modelle
Apples Fingerabdruck-Sensor geknackt

Bereits zwei Tage nach Verkaufsstart hat der Chaos Computer Club das neue iPhone geknackt. Der von Apple für mehr Sicherheit eingeführte Fingerabdruck-Scanner wurde mit einem sehr einfachen Mittel überlistet.
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Berlin/BostonDie deutsche Hackervereinigung Chaos Computer Club (CCC) hat nach eigener Darstellung nur zwei Tage nach der Markteinführung den Fingerabdruck-Sensor des neuen iPhone von Apple geknackt. Es sei am Sonntag gelungen, die biometrische Sicherheitsfunktion mit einfachsten Mitteln zu umgehen, teilte die Gruppe mit.

Demnach wurde ein Fingerabdruck von einer Glasplatte abfotografiert und damit ein künstlicher Finger erzeugt. Damit sei das neue iPhone entsperrt worden. „Wir hoffen, dass dies die restlichen Illusionen ausräumt, die Menschen bezüglich biometrischer Sicherheitssysteme haben.“ CCC-Sprecher Frank Rieger nannte es eine „dumme Idee“, Fingerabdrücke als Sicherheitscheck zu benutzen, da man diese „täglich an schier unendlich vielen Orten hinterlässt“.

Sollte sich bestätigen, dass der Sensor überlistet ist, wäre das ein herber Rückschlag für Apple. Der Konzern setzt auf den Finger-Scanner, um im Wettbewerb mit den Handys von Samsung und anderen Herstellern bestehen zu können, die mit dem Google-System Android ausgestattet sind. Apple war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Der CCC gehört weltweit zu den größten und am meisten respektierten Hacker-Gruppen.

Das neue Apple-Telefon ist erst seit Freitag in den Läden erhältlich. Sicherheitsexperten hatten einen Hacker-Wettbewerb ins Leben gerufen, um Schwachstellen des neuen iPhone aufzudecken. Dem Sieger winken ein Preisgeld von 13.000 Dollar, dazu Alkoholika, Bücher und weitere Preise.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Neue iPhone-Modelle: Apples Fingerabdruck-Sensor geknackt"

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  • Apple ist kacke!

  • Fingerabdrucksensor von Apple

    Wie von Sommer123 vermerkt, ist dies eine super Einrichtung, um das Handy vor unbefugtem Zugriff und Diebstahl zu schützen. Die bislang auch bereits zur Verfügung stehende Sperrung über Code Eingabe war ebenfalls effektiv, in der Handhabung aber zu umständlich und wurde deshalb von den wenigsten Anwendern genutzt.
    Selbstverständlich läßt sich jedes System prinzipiell umgehen. Das, was hier jedoch beschrieben wurde, um den Fingercode zu umgehen., ist wirklich an den Haaren herbeigezogen und in der Praxis im Normalfall gar nicht unsetzbar.
    Ich möchte dem Handelsblatt - Team wirklich raten, von solchen Artikeln, die die Kundschaft nur verunsichern, Abstand zu nehmen. Beschränken Sie Sich auf eine neutrale Berichtserstattung und versuchen Sie nicht ständig neue Produkte, vorwiegend von Apple, schlechtzureden.
    Haben Sie auch mal den Mut, systembedingte Vorteile von Apple - Geräten in den Vordergrund zu stellen und nicht ausschließlich Schwachstellen zu erwähnen, die zwar verbesserungswürdig,
    auf das Gesamtsystem bezogen aber von untergeordneter Bedeutung sind.

  • Man sollte hier mal Aufwand und Ertrag betrachten. Die Institutionen die an die Infos deines Handys kommen wollen, tun dies auch. Aber dieses Tool ist eben nützlich um bei Diebstahl vor Zugriff zu schützen. Der Dieb muss dann auch erstmal an deine Fingerabdrücke kommen, außer du hast sie bei Facebook hochgeladen. Das macht wohl kein Dieb - der doch eigentlich eh nur das Handy selber nutzen möchte oder aber verkaufen will.

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