Neuer Anbieter verkauft 500 Titel als Klingeltöne für Handys
Universal Music startet eine eigene Mobilfunk-Marke

Der drittgrößte französische Mobilfunk-Betreiber, Bouygues Télécom, und Universal Music haben eine gemeinsame Mobilfunk-Marke gegründet: „Universal Mobile“ bietet neben mobilem Telefonieren die Möglichkeit, 500 Titel des Musikverlags Universal als Klingeltöne herunterzuladen.

ali PARIS. „Das Geschäft mit Klingeltönen ist mittlerweile größer als das mit Musik-Singles“, sagte Pascal Nègre, Chef von Universal Music France.

Universal Mobile ist ein so genannter virtueller Netzbetreiber. Das bedeutet, der neue Anbieter hat kein eigenes Netz, sondern nutzt die Kapazitäten von Bouygues. Aber Universal Mobil macht seine eigenen Preise. Die neue Marke richtet sich speziell an Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 20 Jahren. Neben Klingeltönen soll die Zielgruppe mit SMS-Chats und Klatsch und Tratsch aus der Pop-Szene geködert werden.

Die Partnerschaft beider Unternehmen ist zunächst auf drei Jahre angelegt. Über finanzielle Details schwiegen sich Bouygues und Universal aus. Beide Unternehmen nannten auch keine Ziele in Punkto Kundenzahlen.

Für Universal ist diese Partnerschaft der zweite Versuch, seine Musik-Inhalte über Mobiltelefone zu verkaufen. Von 2001 bis 2003 gab es bereits das Angebot „Universal Mobile Music“. Damals verkaufte der Mobilfunker SFR – Tochter des Konglomerats Vivendi Universal – die Musik. Doch SFR kündigte die Zusammenarbeit auf; seitdem können sich SFR-Kunden mit Klingeltönen von Vodafone eindecken, dem zweiten SFR-Großaktionär.

Universal-France-Chef Nègre bleibt von dem Konzept überzeugt: „Eines Tages wird das Mobiltelefon auch als Walkman dienen.“

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