Nokia N90
N wie Multimedia

Na endlich! Nokia ist wieder gut für positive Überraschungen. Das nagelneue Multimedia-Gerät N90, das der Weekend-Journal-Tester als einer der Ersten in der Hand halten konnte, ist weit mehr als ein Mobiltelefon mit netter Spielzeugkamera.

HB DÜSSELDORF. Ausgestattet mit einem 2-Megapixel-Chip und einem hochwertigen Carl-Zeiss-Objektiv, bietet das Gerät eine gute Ausgangsbasis für schöne Schnappschüsse. Und das Beste: Das Objektiv verfügt, wie die "großen Brüder" aus den Kamerafabriken, über einen echten Autofokus zum Scharfstellen. Danke, Nokia!

Das Gerät liegt satt in der Hand und sieht gut aus. Klare, glatte Linien, dezent in der Farbgebung, vielleicht ein wenig groß und schwer geraten. Das liegt an dem überdimensionierten Scharnier. Es verbirgt allerdings gleichzeitig die aufwendige Optik und ist der Dreh- und Angelpunkt des "Twisters", wie Nokia seine Kreation nennt.

Der Deckel des Telefons ist klapp- und drehbar, die Kamera drehbar gelagert, um Videotelefonie zu ermöglichen.

Die Bedienung wird immer intuitiver. Beispiel: Wird das Oberteil aufgeklappt und der Hauptschirm um 90 Grad gedreht, schaltet das N90 automatisch in den Kameramodus. Für etwas anderes ist diese Schirmstellung halt wenig sinnvoll. Schön durchdacht.

Aufgeklappt erinnert das N90 optisch stark an die erfolgreiche Taschenkamera SV-AV100EG-S ("D-Snap") von Panasonic. Nur dass Panasonic einen 10fachen optischen Zoom mitbringt, während die Zeiss-Linse aus Oberkochem (noch) mit digitalem Zoom aufwartet.

Die Kamerabedienelemente - Auslöser und Joystick fürs Menü - sind an der Schmalseite angeordnet, gut zu bedienen und sauber vom Telefonteil getrennt. Schön der Auslöser: Halb gedrückt, setzt er den Autofokus in Gang, durchgedrückt schießt er das Foto. Da kommt echtes Kameragefühl auf.

Videos werden im modernen MPEG4-Format aufgenommen, für Musik stehen MP3 und AAC zur Verfügung. Die Anbindung an den PC erfolgt über die Nokia-PC-Suite, die in der Version 6.5 endlich mit verschiedenen Modellen ohne lästige Neuinstallation arbeitet.

Ohne PC hat Nokias Multimedia-Flaggschiff ebenfalls einiges zu bieten. In der Testversion war das Gerät unter anderem fertig konfiguriert für den direkten Anschluss an verschiedene Fotodrucker. Mit Basisfunktionen in der Bildbearbeitung ergibt das eine brauchbare Lösung. Videos oder Bilder können per MMS verschickt oder auf den PC geladen werden.

Das Testgerät war ein Vorserienmodell, so dass über die Qualität der Software keine abschließende Aussage gemacht werden kann. Der eine oder andere Absturz war erkennbar auf ein frühes Stadium der Weichware zurückzuführen. Basis ist das Serie-60-Betriebssystem von Symbian, das seine Alltagstauglichkeit jedenfalls schon bewiesen hat.

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