Polar M430 und Suunto Spartan im Test
GPS-Boliden für sportliche Höchstleistung

Präzision trifft Smart Coaching: Wir haben mit dem M430 und der Spartan Wrist HR zwei topaktuelle GPS-Trainingscomputer unter die Lupe genommen, die Läufern schnelle Beine machen wollen. Die fetten Tage sind nun vorbei.
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BonnSie wollen schneller Laufen? Sie wollen Ihre Gegner hinter sich lassen und sich auch beim nächsten Firmenlauf erfolgreich mit den keuchenden Arbeitskollegen messen? Das ist alles keine Hexerei. Mit einigen ganz legalen Hilfsmitteln lässt sich Ihr Training optimal tunen - etwa mit einer der beiden brandneuen GPS-Laufuhren von Polar und Suunto, die wir in den vergangenen Wochen für Sie ausführlich getestet haben. Los geht’s, wir verraten Ihnen, was die smarten Gadgets können und ob und für wen sich der Kauf lohnt.

Die Smart-Trainer fürs Handgelenk stammen beide aus Finnland, wo die Menschen bekanntlich schon von Natur aus äußerst sportbegeistert sind. Das neueste Modell von Polar hört auf den Namen “M430” und fällt optisch gegenüber dem Vorgänger “M400” - eine der beliebtesten und am weitesten verbreiteten GPS-Uhren in Deutschland - nicht sofort als neu auf.

Seine Werte liegen im Innern, denn der M430, seit kurzem für 229,95 Euro im Fachhandel, misst die Herzfrequenz dort, wo es das bis vor einem Jahr noch bei Polar nicht gab: am Handgelenk. Wie das funktioniert? Ein optischen Sensor wirft über sechs LEDs (üblich sind drei oder vier) Licht auf die Haut am Arm und misst dann die Lichtmenge, die reflektiert wird. Daraus errechnet eine flinke Software dann wiederum die Herzfrequenz pro Minute und macht damit einen Brustgurt, wie man ihn als Läufer sonst kennt, überflüssig (na ja, zumindest fast. Aber dazu kommen wir später).

Der M430 ist ein wahrer Alleskönner: Er berechnet relativ genau per GPS Distanz und Laufgeschwindigkeit (Pro-Hinweis für Wearble-Nerds: das Signal wird dank A-GPS Technologie schnell gefunden und bleibt auch im Wald zuverlässig verbunden), zeigt beim Wandern in den Alpen die Höhenmeter an, speichert zurückgelegte Schritte und Kalorienverbrauch, ist wasserdicht und analysiert sogar in der Nacht den Schlaf des Trägers. Schließlich ist ein gesunder Schlaf eine wichtige Trainingseinheit, denn während der Nachtruhe hat der Körper Zeit, sich an die körperlichen Herausforderungen des Trainings anzupassen. Schlafen Sie schlecht, laufen Sie also auch schlecht. Außerdem werden faule Schreibtischtäter nach einer inaktiven Stunde an die nächste Bewegungseinheit zur Kaffeeküche oder ins Treppenhaus erinnert.

Im Test besonders positiv aufgefallen sind mir neue Funktionen, etwa Runden, Auto-Pause, Stoppuhr, ein Intervalltimer, Schrittfrequenz, die Berechnung der Zielzeit und die wirklich guten und ausführlichen Trainingsprogramme (“Mein erster Halbmarathon”, “Schneller 5km-Lauf” usw. Selbstverständlich können Sie aber auch eigene Trainingspläne erstellen), die auf dem persönlichen Fitness-Level basieren und mit denen Sie sich als ambitionierter Hobby-Athlet einen kostspieligen Trainingsplan aus der Feder eines Sportwissenschaftlers sparen können.

Mein nächstes Ziel: den 5km-Lauf im Kölner Rheinaufhafen unter 20 Minuten zu finishen. Die Polar-Wettkampf-Vorhersage klingt schon mal nicht schlecht: “Anhand deines Running-Index Mittelwerts schätzen wir, dass du deinen Wettkampf in einer Zeit von 00:18:50 absolvieren wirst.” Bäm! Drücken Sie mir die Daumen, ich habe jetzt noch neun Wochen Zeit!

Einen dicken Pluspunkt gibt es für die richtig guten Kraft- und Athletik-Trainingseinheiten, die online sehr anschaulich per Mitmach-Video in den Trainingsplan integriert sind und sich zu Hause, in einem Hotelzimmer oder sogar im Büro durchführen lassen - das Training erfordert nämlich weder Vorbereitungszeit noch Ausrüstung oder anderes neumodisches Equipment. Sie wissen ja, das beste Trainingsgerät haben wir immer mit dabei: unseren eigenen Körper.

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