Postinetts Teststrecke
Half Moon Mouse

Es lohnt sich selten, über eine neue Maus zu berichten. Bei der Arc von Microsoft ist das anders - obwohl sie technisch wenig Neues bietet.

Mit ihrem bogenförmigen, luftigen Design hebt sich die gerade in den USA von Microsoft vorgestellte Arc unverwechselbar von der Masse der gesichtslosen grauen Tischplattenschabern ab, die heute die Büros dieser Welt bevölkern. Der zierliche Nager zieht sofort alle Blicke auf sich. Das Design ist kompromisslos ausgerichtet am Trend weg vom grauen Rechenkasten hin zum Design-Laptop.

Als Eingabe- und Zeigeinstrument ist die Arc dabei denkbar simpel. Zwei Tasten on top, ein Rollrad, eine - leider etwas schwierig erreichbare - Taste an der linken Seite, sonst nichts. Das klingt nicht nur nach Standardkost, das ist auch so. Die Arc kann, was sie soll, und Schluss. Aber das reicht.

Ziel der Crew um die junge Industriedesignerin Monique Chatterjee war es, den Lebens- und Arbeitsstil einer ganzen Generation einzufangen. Man ist unterwegs, in der Uni, im Cafe mit Freunden - oder Zuhause auf der Couch, bei der Besprechung im Büro, konzentriert auf den Job - und trotzdem dabei darauf bedacht, cool auszusehen.

Der Clou der Lasermaus ist ihr ausgeklügelter Klappmechanismus, dessen Scharnier von einer kleinen Spezialfirma in Japan gefertigt wird. Zusammengeklappt erinnert Arc an das legendäre Klapphandy Startac von Motorola. Im Transportmodus ist die Maus nur noch halb so groß. Aufgeklappt ist die Arc durch den Freiraum unter der Hand sehr leicht greifen, anzuheben und zu führen.

Im Test zeigte sich die Halbmond-Maus sehr druckstabil und von hoher Verarbeitungsqualität. Nichts klapperte oder wackelte, das Scharnier schnappt so satt in seine Arbeitposition wie die Fahrertür einer S-Klasse.

Der USB-Empfänger ist extrem klein und ragt nur gut einen Zentimeter über den Notebook-Rand hinaus. Beim schnellen Ortswechsel muss er also nicht unbedingt abgezogen und in seine magnetische Haltebucht gelegt werden. Die Arc wird statt dessen einfach wie eine Wäscheklammer an den Rechner geklemmt oder in die Hosentasche gesteckt und am Zielort wieder lässig entfaltet.

Das Schließen der Maus deaktiviert automatisch den Transmitter und senkt so den Stromverbrauch. Pfiffig die Batterieanzeige: Die hat zwei Anzeigemodi, grün und rot, wenn die Stromspender, zwei Standardbatterien, beginnen, den Geist aufzugeben.

Fazit: Die Arc ist das ultimative Spielzeug für designverliebte Computernutzer und wird mit Sicherheit besonders bei jungen Computernutzerinnen Anklang finden. Sie ist ab September für rund 60 Euro im Handel und funktioniert mit Windows ubd Mac OS.

Ehrlich gesagt kann sie auch nicht viel mehr als ein Supermarkt-Nager für sechs Euro vom Grabbeltisch - aber es macht ganz einfach ungeheuren Spaß, mit ihr zu spielen - sorry, ich meinte natürlich hart zu arbeiten.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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