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Motorola E8: Weniger ist mehr

Es gibt ein Leben nach dem Razr! Motorola setzt mit seinem neuen "E8" auf die alten Tugenden Eleganz und Innovation und präsentiert ein Phone für Individualisten. Ein frischer Aufgalopp im Markt für Musiktelefone, Sony Ericsson wird aufpassen müssen.

Mobiltelefone sind heute wahre Multimedia-Tausendsassas, der Digitaltechnik sei Dank. Nichts - außer vielleicht Kaffeekochen - was sich zwischen Heimkino und Party-Boombox nicht auf ein paar Quadratmillimeter Silizium pressen und in eine Handyschale schieben ließe. Aber in der Realität werden all die schönen Funktionen selten genutzt. Denn die Bedienungsfreundlichkeit hinkt meilenweit hinter der Inflation der Möglichkeiten her. Mich ärgern vor allem überladene und tiefgestaffelte Menübäume, dreifach belegte Tasten und irgendwo tief im System versteckte Einstellhäkchen, die nicht mal Indiana-Jones finden würde.

Apple hat das Problem elegant mit einem vollflächigen Berührungsbildschirm gelöst und dafür die Tastatur geopfert. Motorola geht beim neuen "Rokr E8" einen pfiffigen Alternativweg und erklärt einfach die Tastatur zum Berührungsbildschirm.

Was im Telefonbetrieb unter der spiegelglatten Oberfläche eine funktionelle und simple Zwölfer-Tastaur ist, wird per Knopfdruck zum Bedienfeld eines Musikspielers oder Bildbetrachter. Alle überflüssigen Elemente werden einfach ausgeblendet. Das nenn? ich überschaubar. Jeder virtuelle "Tastendruck" wird durch kurze Vibration bestätigt. Sehr gut. Ein fast kreisförmiges Sensorelement führt durch die Menüs, die der aktuellen Nutzung kontextsensitiv angepasst werden.

In der Praxis reagiert das Gerät manchmal etwas träge auf Eingaben, ein zu forscher Wisch über den Berührungsbildschirm führt weit über das Ziel hinaus, das kennt man schon von den iPod-Rädchen. Lösung: die seitlich angebrachte Wipp-Taste als schnelle Alternativ-Navigation.

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