Postinett's Teststrecke
Power am Sonntagabend

Das ist mal wieder typisch Microsoft: Die glauben natürlich, sie müssten das Rad neu erfinden. Na ja, wenigstens das Scrollrad der Computermaus. Und wenn die neue Funktion auch nicht die Welt bewegen wird, so bringt sie doch Erleichterung für geplagte Dauer- Mausarbeiter.

DÜSSELDORF. Die neue Generation von optischen Mäusen, die das Weekend Journal anlässlich einer Unternehmenspräsentation einem ersten Test unterziehen konnte, liegt nicht nur gut in der rechten wie linken Hand, sie bietet auch ein Scrollrad, dass in vier Richtungen bewegt werden kann. Vorwärts und rückwärts drehend sowie seitwärts kippend.

Mit der Seitwärts-Funktion lässt sich bequem in großen Dokumenten wie Excel-Tabellen horizontal scrollen. Da kommt schon fast Trackball-Feeling auf - aber nur, wenn man Windows 2000 oder Windows XP als Betriebssystem hat.

Dafür kommt eine andere Entwicklung allen zugute. Wer heute schon ein kabelloses Desktop hat, kennt das Problem: Die Batterien sind grundsätzlich immer sonntags gegen 23 Uhr verbraucht, bevor die letzten Seiten der Präsentation für den wichtigen Kunden am Montagmorgen fertig sind. Und auch hartnäckiges Suchen fördert keine Ersatzbatterie zu Tage. Sicherheit bringt da nur eine Maus mit Akku und Ladestation wie die Logitech MX 700 Cordless.

Die Energiespender von Maus und Batterie sollen jetzt im Schnitt sechs Monate und länger halten, verspricht Microsoft. Das wäre gut fünfmal so lang wie heute. Eine sehr erfreuliche Nachricht auch für die Umwelt, die wir sicher überprüfen werden.

Größere Büros wird die verbesserte Funktechnik freuen. Sie sendet jetzt nicht nur auf 65 000 verschiedenen Kanälen zum PC, um zu vermeiden, dass sich zwei Funktastaturen gegenseitig in die Dokumente schreiben, sondern eine zusätzliche Software spürt Konflikte mit anderen Funkgeräten auf und hilft bei der Fehlerbeseitigung. Alle Neuerungen gelten auch für die Maus-Serie Intellimouse Explorer, bei der die noble Lederimitat-Ausstattung immerhin 65 Euro kosten soll.

Bei der Tastatur des Wireless Optical Desktop, das zusammen mit Wireless Optical Mouse für knapp 80 Euro in die Läden kommen soll, hat sich wenig geändert - schon der Vorgänger war flach, flexibel und gut ausgestattet. Was will man denn mehr. Man muss ja das Rad nicht immer neu erfinden.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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