Projektor mit OLED-Technologie
Forscher entwickeln Minibeamer fürs Handy

Forscher am Jenaer Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik haben einen Beamer für Mobiltelefone und andere Kleingeräte entwickelt. Der Projektor misst nur wenige Zentimeter und braucht wegen der organischen Leuchtdioden nur sehr wenig Strom.
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BERLIN. Fotos oder Videos auf dem Display eines Mobiltelefons anzuschauen ist kein großes Vergnügen – vor allem, wenn mehrere Zuschauer einen Blick auf den Minibildschirm werfen wollen. Projektoren im Taschenformat ermöglichen eine etwas größere Darstellung. Eine stromsparende Variante haben Forscher am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) in Jena entwickelt: Statt mit konventionellen Leuchtdioden haben sie einen Beamer mit organischen Leuchtdioden (Organic Light Emitting Diode, OLED) ausgestattet.

Der Einsatz der selbstleuchtenden OLEDs hat gleich zwei Vorteile: Der Beamer kommt ohne zusätzliche Lichtquelle aus, dadurch ist er nicht sehr groß. Gerade mal 2,5 Zentimeter misst er in der Länge, bei einem Durchmesser von 1,8 Zentimeter. Das ist klein genug, um ihn in ein Mobiltelefon oder einen PDA zu integrieren. Zudem brauchen die OLEDs nur wenig Energie, weshalb der Projektor den Akku des mobilen Gerätes nicht allzu sehr belastet.

Der Beamer besteht aus OLEDs, die ein Bild erzeugen, und einem Objektiv, das Bilder auf eine Wand oder eine andere ebene Fläche projiziert. Das ist zwar recht hell: Der Beamer schafft eine Lichtstärke von 10 000 Candela pro Quadratmeter; ein Computerbildschirm erreicht 150 bis 300 Candela pro Quadratmeter. Der aktuelle Prototyp kann allerdings nur einfarbige Bilder erzeugen.

Später soll das Gerät auch farbige Bilder erzeugen können. Diese werden weniger lichtstark: Die Forscher gehen von 5 000 Candela pro Quadratmeter aus. Auch das ist aber noch weit mehr, als es aktuelle Mini- und Pico-Projektoren erreichen.

Weitere Verbesserungsmöglichkeiten sehen die Wissenschaftler in der Optik. Derzeit bestehen die Linsen des Objektivs aus Glas. Künftig sollen sie durch Kunststofflinsen ersetzt werden. Die haben den Vorteil, dass sie geprägt werden können. So lassen sie sich in größeren Stückzahlen einfacher und kostengünstiger herstellen.

Die Fraunhofer-Forscher wollen einen Protoyp ihrer Entwicklung Mitte des Monats auf der Messe Laser World of Photonics in München vorstellen.

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