Prozess vor britischem Gericht verloren
Mobilfunker müssen Durchleitungs-Preise senken

Die Mobilfunkanbieter Vodafone, Orange und T-Mobile International haben vor dem britischen High Court einen Prozess um die Preisen für die Durchleitung von Gesprächen verloren.

vwd LONDON. Dabei gehe es um die Kosten für Telefonate, die Mobilfunkanbieter ihren Konkurrenten oder der BT plc anlasten, wenn sie Gespräche von Konkurrenznetzen in ihre eigenen weiterleiten, berichtet die „BBC“ am Freitag auf ihrer Webseite.

Das Urteil sei ein Schlag für die Mobilfunkanbieter, hieß es, die nun in den kommenden drei Jahren mit einer Verringerung dieser Einnahmen um bis zu fünfzig Prozent rechnen müssten. Verbraucher hingegen seien die Nutznießer, weil mit jährlichen Einsparungen von bis zu 190 Millionen Pfund zu rechnen sei. Die britische Regulierungsbehörde Oftel hatte laut BBC-Bericht bereits vor zwei Jahren eine Verminderung der Kosten für die Durchleitung angeregt. Dieser Empfehlung waren die Mobilfunkanbieter allerdings nicht gefolgt.

Daraufhin habe sich die Competition Commission eingeschaltet und im Januar eine Begrenzung des Anstiegs des Durchleitungsentgelts auf zwölf Prozentpunkte unterhalb der Inflationsrate angeregt. Dies hätte für die kommenden vier Jahre eine Verringerung der Durchleitungskosten um ungefähr zehn Prozent bedeutet, berichtet die BBC. Ein Vertreter von T-Mobile hat dem Beitrag zufolge im Verlauf einer Anhörung geltend gemacht, der Vorschlag der Kommission werde die Mobilfunkanbieter in eine „finanzielle Zwangsjacke“ stecken.

Das Urteil habe sofortige Auswirkungen, heißt es. Bereits Ende Juli werde eine Kürzung von ungefähr 15 % für die Durchleitung in Mobilfunknetze fällig.

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