Pure Pocket DAB 2000
Digitale Baustelle

Eine der berühmtesten deutschen Technologieruinen ist das Digitalradio DAB. Seit Jahren verfilzt im föderalistischen Bürokratengerangel hat es diese innovative Technik bis heute nicht geschafft, sich über ganz Deutschland auszubreiten.

DÜSSELDORF. Wer aber in einem der privilegierten Gebiete lebt (Übersicht: www.digitalradio.de), kann sich aus einer Reihe von Geräten das eine oder andere nette technologische Schmankerl aussuchen. Eines davon ist das PocketDAB2000 vom englischen Hersteller Pure. Als tragbares Digitalradio konzipiert, offenbart es eine erfreuliche Vielseitigkeit. Das Radioprogramm lässt sich auf einer Speicherkarte mitschneiden oder über einen hochwertigen optischen Ausgang an einen Digitalverstärker weiterleitet. Das macht den PocketDAB zur attraktiven Ergänzung heimischer Musikanlagen.

Das Design wirkt auf den ersten Blick ein wenig hausbacken - auf den zweiten leider auch. Es ist jedoch praktisch, die Tasten sind ordentlich ausgeführt, das Display angemessen groß. Nur die zentrale Schaltwippe reagiert etwas schwammig. Das auf der Rückseite gummierte Gehäuse hinterlässt einen robusten Eindruck.

Im Test fällt als erstes auf, dass der Empfang in geschlossenen Räumen teilweise sehr schlecht ist, was aber eher an der deutschen DAB-Technik mit geringer Sendeleistung liegt, als am PocketDAB. Im Ausland geht das deutlich besser.

Der Sendersuchlauf im Freien fördert sofort zahlreiche Sender zu Tage, die in sehr guter Qualität über die Kopfhörer - gleichzeitig Antenne - rüberkommen. Hier ist der PocketDAB voll in seinem Element.

Witzig ist der ReVu-Modus. Intern werden automatisch etwa zehn Minuten des Radioprogramms mitgespeichert. Wer etwa den Anfang eines interessanten Beitrags verpasst hat, drückt nur die ReVu-Taste und hört sich das Ganze noch mal an.

Der Recorder wird mit nur einem Knopfdruck eingeschaltet und liefert akzeptable Ergebnisse, die natürlich stark von der Qualität und Stabilität des Radiosignals beeinflusst werden. Als Format wird MP-2 verwendet, dass sich in Programmen wie dem Windows Media Player öffnen. Für eine Umwandlung in MP3 oder Bearbeitung der Aufnahmen ist zusätzliche Software nötig. Pure liefert nur eine 30tägige Testversion eines Drittanbieters mit.

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