Samsung Galaxy Note Edge im Test
Ein Smartphone wie ein Kühlschrank

Das Samsung Galaxy Note Edge sticht aus der Masse der Smartphones hervor. Ein gekrümmtes Extra-Display sorgt nicht nur für Aufsehen, es ist auch praktisch. Doch dessen Möglichkeiten schöpft Samsung nicht aus.
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„Zeig‘ mal her“, „Was ist denn das?“, „Darf ich mal halten?“ – in der Redaktion und im Freundeskreis ist mein Test-Smartphone schon mal sehr begehrt. Kein Wunder, denn das Samsung Galaxy Note Edge hat ein gekrümmtes Extra-Display an einer Längsseite des Geräts. Das Hauptdisplay geht nahtlos in den halbrunden Bildschirm über. Der schmale Bildschirm ist auch dann sichtbar und bedienbar, wenn die klappbare Schutzhülle geschlossen ist (das „Flip Wallet“ – ist im „Premium-Paket“ enthalten). Das lässt die Augen der Kollegen glänzen.

Meinen eigenen Augen bleibt die Performance auf dem Nachttisch vorbehalten. Auch dort gibt sich das Galaxy Note Edge schick – die Uhrzeit und Weckzeit stehen blass auf dem gerundeten Display. Kein Drücken oder Wischen ist nötig, um am Morgen die Uhrzeit zu checken. Das Klingeln wird per Wisch über die Seitenleiste abgestellt, die Schutzhülle kann geschlossen bleiben. Und so spart das Hauptdisplay Strom. Es ist wie beim Kühlschrank: Erst wenn die Klappe aufgeht, geht das Licht an.

Auch mit anderen Funktionen kann die Randleiste belegt werden. So verfügt das Gerät über eine immer griffbereite und variable Funktionsleiste – für den schnellen Zugriff auf die beliebtesten Apps, die wichtigsten Lesezeichen oder den Schrittzähler des Fitness-Tools. Auch Taschenlampe, Stoppuhr oder ein Lineal sind per Wisch über die Leiste schnell erreichbar. Doch damit ist die Möglichkeit der Belegungen leider auch bald schon fast an ihrem Ende. Es gibt weniger als ein Dutzend Leisten-Ansichten und gerade einmal etwas mehr als eine Handvoll für das Edge entwickelte Apps.

Dabei macht etwa das Nachrichtenangebot der Schweizer Kollegen von „Blick“ etwas her. Die Nachrichten stehen auf dem Hauptdisplay, auf der Krümmung sind die Menü-Punkte immer griffbereit. Der Kurznachrichtendienst Twitter lässt die aktuellen Trends in einem Laufband über die Seite laufen. Doch viele andere Entwickler scheinen noch kein Feuer gefangen zu haben.

Das Haupt-Display kommt mit prächtiger Auflösung (2560 x1440) und satten Farben zur Geltung. Der Quad-Core-Prozessor mit 2,7 Gigahertz verhindert ein Ruckeln oder Ladezeiten beim Wechsel zwischen Apps. Das Benutzen der Kamera und anderer Funktionen macht daher Spaß.

Das Edge hat 32 Gigabyte Speicherplatz und kann um bis zu 128 Gigabyte per Micro-SD-Karte erweitert werden. Als Betriebssystem kommt Android 4.4.4 von Google zum Einsatz, ein Update auf die neueste Version 5.0 soll Anfang 2015 erfolgen.

Etwas nervig ist, dass bei der ersten Nutzung Apps und Nutzerkonten aufgeschwatzt werden. Wer das erste Foto knipst, muss sich wehren, es gleich auf die Dropbox in die Cloud zu laden. Die Nachrichten-App Flipboard belegt gleich einen der durchwischbaren Startbildschirme. Und auch etliche andere Apps sind ungefragt vorinstalliert. Manche Funktionen setzen das Anlegen eines Samsung-Nutzerkontos voraus – etwa das Herunterladen zusätzlicher Aufnahme-Modi für die Kamera. Noch ein Ärgernis: Die Übermittlung von Lokalisierungsdaten ist standardmäßig aktiviert.

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Ein Smartphone wie ein Kühlschrank

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