Samsung S3
Der Angriff des iPhone-Jägers

Größter Handyhersteller ist der südkoreanische Konzern Samsung bereits geworden. Ab heute will er Apple endgültig davonziehen – mit einem neuen Galaxy S-Handy.
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TokioApple muss umlernen. Das Unternehmen ist mit seinem iPhone nicht mehr der unumstrittene Hype-Führer in der Smartphone-Welt. Ein Unternehmen hat den Kultkonzern aus Kalifornien in der Begeisterungsskala ein- und in Verkäufen gerechnet sogar überholt: Samsung aus Südkorea. Dass Samsung nun Apple endgültig abhängen will, macht der Konzern heute abend in London mit einer generalstabsmäßig vorbereiteten Vorstellung der dritten Generation seines Smartphones Galaxy S klar.

Für 19 Uhr abends Ortszeit (20 Uhr deutscher Zeit) hat Samsung eine ausgewählte Schar Technikjournalisten aus aller Welt nach London eingeladen. Rechtzeitig genug, um den Nachrichtenstrom in den USA zu bedienen und den Apple-Bossen in Cupertino den Appetit auf ihr Mittagessen zu verderben. Und die Spannung kann sich mit Apples Produktpräsentationen messen. Schon seit Wochen brodelt die Gerüchteküche: Welche technischen Höhepunkte werden die Südkoreaner ihrem Flaggschiff spendieren?

Wird das superbrillante Display aus organischen Leuchtdioden (in der Samsung-Terminologie Super-Amoled genannt) aus einem 4,6-, 4,7- oder 4,8-Zoll-Bildschirm bestehen? Wird der Konzern wirklich seinen neuentwickelten, mit 1,4 Ghz getakteten Vier-Kern-Prozessor einbauen und damit Apples Zwei-Kernprozessor deklassieren? Oder wird es doch kein großer Wurf, sondern nur ein Update wie Apples iPhone 4S? Und welche Überraschungen haben die Koreaner noch im Ärmel? Einen eigenen Speicherdienst im Internet wie Apples iCloud?

Die Hype um den Emporkömmling aus Ostasien ist beileibe kein Zufall. Über die vergangenen Jahre hat sich Samsung durch technische Innovation, gutes Design und gelungenes Marketing bereits eine Schar an Jüngern aufgebaut, die langsam mit Apples Fanbasis mithalten kann. Dies macht schon die Handy-Absätze deutlich. Voriges Jahr verkaufte Samsung mehr Handys als Apple. Anfang des Jahres zogen die Koreaner auch an Microsofts Alliiertem Nokia vorbei und sind damit derzeit der größte Handyhersteller der Welt.

Doch in den letzten Monaten bewiesen die Südkoreaner, dass sie Apple nicht nur in der Kreation von populären Smartphones, sondern auch von Hype das Wasser reichen können. Seit Monaten heizt der Konzern mit einer Mischung aus Nachrichten-Lecks und strikter Geheimhaltung die Gerüchteküche an.

Wenn immer ein Blog vermeintliche Bilder des neuen iPhone-Rivalen zeigte, hieß es gleichzeitig, dass es sich nicht um das endgültige Design handelte. Wenn immer ein Blog technische Details ausgespäht haben wollte, fand eine andere Quelle unterschiedliche Angaben heraus.

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Der Angriff des iPhone-Jägers

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Samsung spielt das Hype-Spiel

Kommentare zu " Samsung S3: Der Angriff des iPhone-Jägers"

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  • Und wer kennt sie nicht, die Witzbolde, die Dir einfach die Kamera ins Gesicht halten und abdrücken? Huah, wie der guckt? Schaut mal!
    Davon gibt es viele und nacher rücken sie das aufgezeichnete Gespräch oder die Bilder nicht raus: stell' Dich nich so an, man, was is'n daran schlimm? BLITZ!
    Und was sagen die anderen? Du machst dauernd Streß wegen so'ner Lapalie!

    Und der Freund Deines Sohnes knipst Deine Wohnung in Abwesenheit ...

    Papa, kaufst Du mir ein iPhone? Die anderen haben auch alle eins und können twittern und sind bei Facebook?

    Ja, das Netz, das ist eine wirklich eine schöne Sache. Und so kommunikativ.

    (keine Panik auf der Titanic, bin in Kürze offline, für immer)

  • Da gebe ich Ihnen 100% Recht!
    Und was hat sich geändert? Ich telefonieren über einen Analogwandler mit einem alten, stabilen und virensicheren Amtsapparat bis zur Weltraumstation!

    Allgemein:

    Man bedenke auch, daß alle militärischen und nachrichtendienstlichen Apparate angeschlossen sind am Netz, gewaltige private, wirtschaftsorientierte und staatliche Datenbanken und die Zugriffe strukturell immer schneller verknüpft werden.

    Auch bedenke man, daß jeder etwas nicht sagen möchte, was Kinderohren trotzdem hören, daß die Tante ein Messie ist, der Onkel die Steuern hinterzieht und die Mutter trinkt. Daß Fotos gemacht werden können so heimlich wie Gespräche aufgezeichnet werden per Handy und der kompromttierende UpLoad von Kinderhand nach Facebook keine 3 Sekunden dauert.

    Man bedenke, daß Dachfonds gewaltige Firmenkette verschmelzen und daß alle Zugriffe auf eine Datenbank haben. Fliegt man aus einer Unternehmen raus, vielleicht wegen einer Indiskretion des neidischen Kollegen, daß man sich bei hunderten, tausenden anderen Kettenbetrieben und Subunternehmen nicht mehr zu bewerben braucht, weil die Datenbank ein großes NO enthält.

    Und jetzt bitte auf die Straße gehen und mit dem jugendlichen Rabauken reden, mit dem Kollegen, oder den Freund, dessen PC stets läuft (zeichnet der auf, hört wer mit, schaut jemand ins Zimmer?).

    http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=29447

    Und ALLE hängen dran, kontinentübergreifend, der satanischte Irrlaube aller Zeiten ist das Netz!

  • Unbegreiflich, wie man mit einem Telefon heute überhaupt noch Geld machen kann und das ein Telefon ohne Schnur zu einem Kultobjekt mutieren kann. Ein Telefon!

    Waren es bei uns noch die Turnschuhe, ist es heute ein Telefon, um in der Gunst der Schulkameraden zu steigen.


    Pawlowsche Werbung gab's schon immer. Der Mensch, dämlich wie ein Hund.

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