Schiebs Software-Tipp
Lärmbremse für den PC

Festplatten rotieren mit immer höherem Tempo und werden dadurch immer lauter. Mit einer kostenlosen Software kann der Geräuschpegel schnell reduziert werden.

Festplatten sollen vor allem eins sein: Möglichst schnell. Je flotter sie angeforderten Daten abliefern oder ihr anvertraute Daten speichern, umso besser. Deshalb lassen die Hersteller die Magnetscheiben in immer höherem Tempo rotieren. Moderne Modelle bringen es ohne weiteres auf über 10 000 Umdrehungen pro Minute. In Notebooks sind es aufgrund der geringeren Baugröße und der damit verbundenen Einschränkungen lediglich 4 200 bis 5 400 Umdrehungen – was aber immer noch beachtlich ist.

Das hohe Tempo macht die Festplatte zwar schnell, sorgt aber auch für einen lästigen Nebeneffekt: Lärm. Sie rattert, knattert und vibriert. Je schneller die Platte rotiert, umso höher ist der Lärmpegel. Heute ist die Festplatte in den meisten PCs nach dem Lüfter die größte Geräuschquelle.

Glücklicherweise ist man dem Lärm nicht hilflos ausgeliefert. Die Festplattengeräusche können recht einfach reduziert werden. Denn moderne Festplatten sind mit einem Akkustik-Management ausgestattet. Spezielle Software in den Festplatten-Controllern erlaubt, die Zugriffsgeschwindigkeit des Schreib-Lesekopf zu verändern. Wird das Arbeitstempo reduziert, sinkt der Geräuschpegel hörbar – allerdings werden die Daten dann auch nicht mehr ganz so schnell gelesen und geschrieben.

Meist lässt sich das Akkustik-Management der Festplatte im sogenannten Bios einstellen. Allerdings ist die Funktion oft recht gut versteckt – manchmal wird sie auch gar nicht angeboten. Besonders einfach und bequem lassen sich Arbeitstempo und Geräuschpegel der Platte mit dem kostenlose Softwarewerkzeug „SilentDrive“ steuern. Das Programm gibt es kostenlos für Windows 2000/XP und Linux unter www.springhin.de/silentdrive. Die Software erlaubt, die Festplatte auf Knopfdruck ruhig zu stellen – und genau so schnell wieder auf Höchsttempo zu trimmen.

Das ist aber nicht die einzige Möglichkeit, Einfluss auf das Rattern der Festplatte zu nehmen. Vor allem in Arbeitspausen, wenn gerade kein Programm benutzt und keine Eingaben gemacht werden, beginnt oft die Kontrollleuchte der Festplatte plötzlich zu blinken. Meist hört sie dann auch nicht so schnell wieder auf. Hintergrund: Windows versucht in Arbeitspausen, ein möglichst lückenloses Inhaltsverzeichnis der Festplatte anzufertigen. Das soll Suchanfragen beschleunigen. Da die Suchfunktion von Windows ohnehin nicht besonders effektiv ist, kann man die Indexierung auch abschalten.

Dazu im Windows-Explorer das Logo der Festplatte mit der rechten Maustaste anklicken und die Funktion „Eigenschaften“ auswählen. Hier die Option „Laufwerk für schnelle Dateisuche indizieren“ abschalten. Danach fragt Windows, ob die Korrektur für alle Ordner und Unterordner gelten soll. Wer Ruhe haben will, muss hier „alle Ordner“ anklicken.

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