Shuttle-Barebone zaubert aus altem Discounter-PC einen neuen Designer-Rechner
Nichts für Grobmotoriker

Erinnern Sie sich? Früher haben wir Heiligabend die Carrera-Bahn oder die Märklin aufgebaut und unterm Baum fahren lassen. Und das Schönste war das gemeinsame Basteln mit dem Vater, der endlich einmal Zeit hatte. Und heute? PC kaufen, auspacken, anstöpseln - fertig. Oder auch nicht. Wer sich die Bastelfreude bewahrt hat, kann immer noch mit dem Nachwuchs sein Techno-Spielzeug zusammenbasteln.

HB DÜSSELDORF. "Barebones" wie der getestete Shuttle XPC-SN95G5 sind vorkonfigurierte Rumpf-Computer, die um Prozessor, Festplatte, Speicher, Grafik und DVD-Laufwerk erweitert werden müssen. Diese Teile kann man oft Kosten sparend aus dem hässlichen PC vom Vorjahr ausbauen und recyceln.

Der SN95G5 ist ein schwarzes Design-Schmuckstück mit Frontblenden für die Laufwerksschächte. Ein Spezialkühler sorgt für geräuscharmen Betrieb. Die (englische) Bauanleitung ist dürftig, aber gut bebildert, die Kabel sind beschriftet. Als Prozessor kommt Athlon 64 zum Einsatz, aber alle Hersteller halten auch Bausätze für Pentium-Chips bereit.

Der schwierigste Teil ist der Prozessor-Einbau. Auftrag der Wärmeleitpaste und Anbringen des Kühlers verlangen Fingerspitzengefühl. Der DDR- Ram-Speicher (512 MB, ca. 100 Euro) klickt nämlich leicht in seine Verankerung.

Achtung bei der Grafikkarte: Wegen enger Platzverhältnisse passen nur Modelle mit flachem Kühler. Im Testrechner landete eine vorhandene Geforce-FX-5600-Karte mit 256 MB Ram. Gut für den Anfang, aber für den verbauten Athlon 64 3500+ (um 300 Euro) klar untermotorisiert.

Auch die Festplatte (Samsung, 80 GB, 80 Euro) fand im Shuttle ein neues Zuhause. Nach dem Lösen von zwei Schrauben wird sie bequem - außerhalb des Barebones - in ihren Käfig gesetzt und wieder eingebaut. Als Letztes wird von oben das DVD-Laufwerk - hier ein LG GSA 4160 B, ein echter "Allesbrenner" - eingesetzt und verkabelt.

Die ganze Aktion dauerte mit zwei ambitionierten Schraubern und einem Kreuzschlitz-Schraubendreher gut eine Stunde plus Installation des Betriebssystems (Windows XP, Vollversion) und weiterer Programme.

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