Assistenz-Roboter
Wenn Lucy dem Menschen unter die Arme greift

Auf der Hannover Messe präsentieren viele Aussteller Roboter, die den Menschen die tägliche Arbeit erleichtern sollen. Darunter auch Lucy. An Hüfte und Schultern befestigt soll sie Menschen neue Kräfte verleihen.
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HannoverWer schon mal eine Decke gestrichen hat oder mehrere Bohrlöcher über Kopf zur Befestigung einer Lampe setzen musste, kennt das Problem: Schon nach kurzer Zeit werden die Arme lahm, schmerzen die Schultern, fängt die Arbeit an zu nerven. Hier könnte schon bald „Lucy“ entscheidend dazu beitragen, dass einem auch schwierige Tätigkeiten künftig leichter von der Hand gehen.

Lucy sieht aus wie ein kleiner, schmaler Reiserucksack, der an Hüfte und Schultern befestigt ist und dem Menschen neue Kräfte gibt. Es handelt sich um ein Unterstützungssystem auf der Basis eines Human-Hybrid-Roboters. Entwickelt wurde es von einer Gruppe von Nachwuchsforschern der Hamburger Helmut-Schmidt-Universität. Zwar gibt es Lucy noch nicht zu kaufen, aber „eine Umsetzung ist geplant“, sagte Robert Weidner anlässlich der Präsentation des Systems auf der Hannover Messe.

Dort wird in den folgenden Tagen viel von der Mensch-Roboter-Kollaboration die Rede sein: Alle großen Hersteller präsentieren Modelle, die den früher als notwendig erachteten Schutzraum verlassen haben und nun Schulter-an-Schulter mit ihren menschlichen Kollegen an den Produktionstischen arbeiten.

Lucy geht das Thema Kooperation ganz anders an, viel direkter: Das leichtgewichtige System (gerade fünf Kilo) greift dem Menschen wortwörtlich unter die Arme, indem es diese mit einem Halteapparat unterstützt und die entsprechenden Kräfte über die Hüfte auf die kräftige Oberschenkelmuskulatur ableitet. Zwischen fünf und sechs Kilo Traglast kann Lucy dem Menschen direkt abnehmen.

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Wenn Lucy dem Menschen unter die Arme greift

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